ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2007Pschotraumatologie: Breite Palette von Forschungsergebnissen

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Pschotraumatologie: Breite Palette von Forschungsergebnissen

PP 6, Ausgabe März 2007, Seite 132

Eichenberg, Christiane

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Bei der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) handelt es sich um ein Krankheitsbild, das durch ein kritisches Lebensereignis von katastrophalem Ausmaß ausgelöst wird und vielfältige psychische Folgeschäden nach sich ziehen kann. In den international gebräuchlichen diagnostischen Manualen DSM und ICD ist die PTBS syndromatisch und klassifikatorisch erfasst. Dem notwendigen Schritt, die PTBS über eine deskriptive Klassifikation hinaus als Verlaufskrankheit zu erforschen und auf dieser Grundlage geeignete Interventionsmöglichkeiten zu entwickeln, widmet sich das Werk.
Die Abhandlung ist einerseits für Fachkundige geschrieben, andererseits wird ein Ansatz verfolgt, der für jeden allgemein interessierten Therapeuten verständlich ist und im integrativen Teil der Arbeit subsumiert wird: Eine Belastungsstörung ist keine Momentaufnahme, sondern ein Prozess. Welche Richtung dieser Prozess einschlägt, wird durch das Bedingungsgefüge der Lebensgeschichte, der Situationsfaktoren und der Balance zwischen Risiko- und Schutzfaktoren in der Phase der Bewältigung bestimmt. Die Arbeit liefert eine breite Palette von Forschungsergebnissen, die geeignet sind, ein Verlaufsmodell der PTBS zu untermauern, mit Leben zu füllen und für die klinische Praxis fruchtbar zu machen. Auch für andere psychiatrische Krankheitsbilder könnte dieser Ansatz in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung künftig richtungweisend sein. Christiane Eichenberg

Robert Bering: Verlauf der Posttraumatischen Belastungsstörung. Shaker, Aachen, 2006, 427 Seiten, gebunden, 35,80 €
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