ArchivDeutsches Ärzteblatt PP3/2007Bekanntmachungen: Neufassung der Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Kassenärztliche Bundesvereinigung

Bekanntmachungen: Neufassung der Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining

PP 6, Ausgabe März 2007, Seite 142

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LNSLNS Rehabilitationssport und Funktionstraining sind wesentliche Bestandteile eines ganzheitlichen, wohnortnahen Konzepts der Rehabilitation und Teilhabe für chronisch kranke, behinderte bzw. von Behinderung bedrohte Menschen.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) hat unter Mitwirkung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung die Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining vom 1. Oktober 2003 überarbeitet. Die Fassung vom 1. Oktober 2003 war von einigen Beteiligten zum 31. Dezember 2005 gekündigt worden. Die neu gefasste Rahmenvereinbarung, die von allen Vereinbarungspartnern mitgetragen wird, ist am 1. Januar 2007 in Kraft getreten.
Die wesentlichen Änderungen der neuen Fassung der Rahmenvereinbarung sind:
- Die Rehabilitationsziele orientieren sich im Sinne der ICF an dem gesamten Lebenshintergrund der betroffenen Menschen.
- Die Notwendigkeit für Rehabilitationssport beziehungsweise Funktionstraining kann erneut nach ambulanten oder stationären Leistungen zur medizinischen Rehabilitation bestehen.
- Gestufter Leistungsumfang für den Rehabilitationssport, den Rehabilitationssport in Herzgruppen und das Funktionstraining. Aufnahme einer Liste mit Indikationen, bei denen ein erweiterter Leistungsumfang beziehungsweise Folgeverordnungen möglich sind.
- Die bisher notwendige ärztliche Bescheinigung, mit der
eine krankheits-/behinderungsbedingte Motivationsstörung als Voraussetzung für eine längere Leistungsdauer attestiert werden musste, entfällt.
- Die Ausstellung einer Folgeverordnung (längere Leistungsdauer) durch einen Vertragsarzt/eine Vertragsärztin ist nicht mehr an die Zusatzausbildung in psychosomatischer Grundversorgung oder an die Gebietsbezeichnungen Physikalische und Rehabilitative Medizin, Neurologie, Psychiatrie oder Psychotherapie gebunden.
Im Zuge der Neufassung der Rahmenvereinbarung wurden die Verordnungsvordrucke Muster 56 („Antrag auf Kostenübernahme für Rehabilitationssport“), Muster 57 („Antrag auf Kosten-
übernahme für Funktionstraining“) und Muster 58 („Bescheinigung zur ärztlichen Folgeverordnung von Rehabilitationssport/
Funktionstraining“) überarbeitet und in einem neuen Muster 56 zusammengefasst. Da dieses neue Muster derzeit vom Bundesbeauftragten für Datenschutz geprüft wird und somit noch nicht in Kraft ist, haben die bisherigen Verordnungsvordrucke weiterhin Gültigkeit.
Die Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining in der Fassung vom 1. Januar 2007 kann unter www.kbv.de/2610.html eingesehen und heruntergeladen werden. Unter dieser Adresse finden Sie außerdem eine synoptische Darstellung der alten (Gültigkeit bis 31. 12. 2006) und neuen (Gültigkeit ab dem 1. 1. 2007) Fassung der Rahmenvereinbarung.

Vereinbarungspartner der Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining sind die Rehabilitationsträger (gesetzliche Krankenkassen, gesetzliche Unfallversicherungsträger, Träger der gesetzlichen Rentenversicherung und der Alterssicherung der Landwirte sowie Träger der Kriegsopferversorgung) und der Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V., der Deutsche Behindertensportbund, die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-/Kreislauferkrankungen e.V. und die Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V. Ihren Beitritt zur Rahmenvereinbarung haben außerdem der Deutsche Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V., die Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew e.V., die Deutsche Fibromyalgie Vereinigung e.V., die Deutsche Parkinson Vereinigung e.V. und die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft e.V. erklärt. Die Vereinbarung ist außerdem unter Beteiligung und Beratung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und des Weibernetzes e.V. entstanden.
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