ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2007Gesundheitstelematik: Praxis ohne Computer
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Dieser Beitrag spricht mir aus der Seele. Auch ich lehne die eGK ab. Wir brauchen sie nicht. Sie ist für die Dateninformation nutzlos, solange der Patient bestimmen darf, was auf die elektronische Patientenakte drauf darf. Das Problem der Datensicherheit ist nach wie vor nicht gelöst. Wir brauchen diesen Datenfluss nicht, und es stört die Arzt-Patient-Beziehung genauso wie die Computer in der Praxis. Ich bin ein technikbegeisterter fortschrittsorientierter Mensch, habe Handy, Navigationssystem, Internetzugang und kann E-Mails verschicken. Wir haben in unserer Praxis bewusst keine Computer, worüber sich die Patienten anfangs wunderten, es später aber im Vergleich zu computerisierten Praxen schätzten, weil bei uns das Arzt-Patienten-Gespräch immer noch mehr Bedeutung hat als der Datenfluss. Wir müssen das zwar von Zeit zu Zeit mit unserer Quartalsabrechnung büßen, wo wir mit unserer patientenorientierten Abrechnungsweise gegenüber den computeroptimierten abrechnenden Kollegen im Nachteil sind, aber das nehmen wir für unsere Freiheit und das Bewusstsein in Kauf, dass das, was wir mit unseren Patienten reden, nur in dessen Akte oder in unserem Kellerarchiv und sonst nirgendwo ist . . .
Dr. Hans-Joachim Nagel, Auf dem Wasen 2,
71640 Ludwigsburg
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige