ArchivDeutsches Ärzteblatt11/2007Kardiovaskuläres Risiko durch Cyclooxygenasehemmer

MEDIZIN: Referiert

Kardiovaskuläres Risiko durch Cyclooxygenasehemmer

Dtsch Arztebl 2007; 104(11): A-723 / B-637 / C-613

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LNSLNS Nachdem im Oktober 2004 der COX2-Hemmer Rofecoxib wegen kardiovaskulärer Nebenwirkungen vom Markt genommen wurde (ebenso Valdecoxib), konzentriert sich die Diskussion auf die Frage, ob nicht alle nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) mit diesem Risiko belastet sind. Einer in JAMA veröffentlichten Metaanalyse von 7 086 Publikationen zufolge, von denen allerdings nur 23 die strengen Einschlusskriterien erfüllten, ist das kardiovaskuläre Risiko bei Rofecoxib und Diclofenac am höchsten mit einem selektiven Risiko RR von 1,42 beziehungsweise 1,63. In einem begleitenden Editorial wird den Ärzten geraten, Naproxen zu verwenden, um das kardiovaskuläre Risiko möglichst niedrig zu halten. Bei erhöhtem gastrointestinalen Risiko ist Naproxen in Kombination mit einem Protonenpumpenhemmer kostengünstiger als Celecoxib, ein COX2-Hemmer, bei dem in Dosen über 200 mg täglich ebenfalls ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko bekannt ist. w

McGettiner P, Henry D: Cardiovascular risk and inhibition of cyclooxygenase, JAMA 2006; 296. E-Mail: david.henry@newcastle.edu.au
Graham D: COX-2 inhibitors, other NSAIDS, and cardiovascular risk. JAMA 2006; 296.

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