EBM-Ratgeber

Erratum

Dtsch Arztebl 2007; 104(11): A-744 / B-656 / C-632

KBV

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Fehler bei der Beantwortung der Frage nach den Testverfahren nach den Nrn. 35300 bis 35302!
In dem oben genannten Artikel im Deutschen Ärzteblatt, Heft 7 vom 16. Februar 2007, sollte eigentlich klargelegt werden, dass lt. Psychotherapievereinbarung mit den Primärkassen der Test je Patient und Quartal dreimal berechnungsfähig ist. Leider wurde in der Antwort genau derselbe Fehler gemacht, der zur Einbringung der Frage geführt hatte. Wir bitten, dieses Versehen zu entschuldigen.
Korrekt ist, dass im Rahmen der Leistung nach den Nrn. 35300 bis 35302 eine Höchstpunktzahlregelung gilt, wie sie auch in der Präambel 35.3 festgelegt ist. Testverfahren während einer laufenden Therapie sind nur im Primärkassenbereich berechenbar und beschränkt auf die Tests nach der Nr. 35300. Während im alten EBM während der Therapie (nicht während eines Behandlungsfalls) dreimalig die damalige Leistung nach der Nr. 890 berechnet werden konnte, kann jetzt (ebenfalls nur bei den Primärkassen) die Leistung 35300 je nach erforderlicher Zeit berechnet werden. Nimmt nun ein Test 10 oder 15 Minuten in Anspruch, so kann entgegen der alten Regelung jetzt die Leistung mehr als dreimal berechnet werden. Insgesamt sind aber auch weiterhin nicht mehr als drei Testverfahren während einer Therapie berechnungsfähig.

Müssen Doppel- und Mehrfachsitzungen für Expositionsbehandlungen in der Verhaltenstherapie beantragt werden? Wie werden sie abgerechnet?
Die Verhaltenstherapie gemäß Psychotherapie-Richtlinien des Gemeinsamen Bundes­aus­schusses und damit auch eine in deren Umfang erfolgende Expositionsbehandlung unterliegt nach § 11 Abs. 1 der Psychotherapie-Vereinbarung ebenfalls der Antragspflicht. Dabei wird häufig zunächst ein Antrag auf Kurzzeittherapie gestellt. Bei Notwendigkeit kann im Verlauf der Kurzzeittherapie ein Umwandlungsantrag auf Langzeittherapie gestellt werden. § 11 Abs. 4 der Psychotherapie-Vereinbarungen sieht bei der Kurzzeittherapie eine Höchstbegrenzung auf maximal 25 Sitzungen zu je 50 Minuten bzw. ggf. bei Einzeltherapie maximal 50 Sitzungen zu je 25 Minuten vor. Somit sind auch die Leistungen einer Verhaltenstherapie gemäß Psychotherapie-Richtlinien im Rahmen einer Doppel- oder Mehrfachsitzung antragsfähig. Nach § 11 Abs. 14 der Psychotherapie-Vereinbarung ist besonders zu beachten, dass die Durchführung einer Einzeltherapie als Doppelsitzung nur zulässig ist „bei einer krisenhaften psychischen Situation des Patienten oder bei Anwendung besonderer Methoden der Verhaltenstherapie und der tiefenpsychologisch fundierten und analytischen Psychotherapie“. Sofern die Einzeltherapie als Doppelsitzung in solchen Fällen außerhalb der Praxisräume stattfindet, muss dies darüber hinaus besonders begründet werden. Dabei genügt ein Hinweis im Begründungsfeld des Antragsformulars PTV 2 und, sofern der Antrag gutachterpflichtig ist und ein Bericht an den Gutachter erstellt wird, eine Begründung im Bericht an den Gutachter. Die im Rahmen einer so bewilligten Verhaltenstherapie anfallenden Sitzungen werden je nachdem, ob im Rahmen einer Kurzzeit- oder Langzeittherapie oder in Einzel- oder in Gruppenbehandlung erbracht, über die Leistungen nach den Nrn. 35220 bis 35225 berechnet. Laut Leistungslegende des EBM können diese bei Expositionstherapie ggf. bei mehrstündigen Sitzungen bis zu maximal vierfachem Ansatz abgerechnet werden. KBV
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema