ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2007Nordrhein-Westfalen: Universitätsklinika werden nicht privatisiert

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Nordrhein-Westfalen: Universitätsklinika werden nicht privatisiert

Dtsch Arztebl 2007; 104(12): A-748 / B-660 / C-636

Hillienhof, Arne; Korzilius, Heike

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Bis dato einmalige Lösung: Die Unikliniken Aachen und Maastricht wollen sich zu einer europäischen Universitätsklinik zusammenschließen. Foto: dpa
Bis dato einmalige Lösung: Die Unikliniken Aachen und Maastricht wollen sich zu einer europäischen Universitätsklinik zusammenschließen. Foto: dpa
„Exzellente Qualität bei Forschung, Lehre und Patientenversorgung auf einem dauerhaft tragfähigen wirtschaftlichen Fundament“ soll ein neues Hochschulmedizingesetz in Nordrhein-Westfalen (NRW) ermöglichen. Das erklärte NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart (FDP) Mitte März in Düsseldorf. Zuvor hatte das Kabinett der Landesregierung die Eckpunkte des neuen Gesetzes verabschiedet, das Anfang 2008 in Kraft treten soll. Eine Privatisierung der Universitätsklinika ist nicht vorgesehen.
Um Forschungsorientierung, Profilbildung und unternehmerische Führung zu verbessern, sind nach Angaben von Minister Pinkwart mit jeder medizinischen Fakultät Forschungsschwerpunkte verabredet worden. Das Hochschulmedizingesetz soll außerdem die rechtlichen Voraussetzungen zur standortübergreifenden Bildung gemeinsamer Fakultäten schaffen. So schließen sich die medizinischen Fakultäten der Universitäten Bochum und Duisburg-Essen zu einem gemeinsamen Fachbereich zusammen. Die Leitungsstrukturen werden gestärkt, indem der Vorstand mehr Kompetenzen erhält. Bislang war der Ärztliche Direktor stets Vorstandsvorsitzender, künftig können auch der Kaufmännische Direktor oder der Dekan das Amt übernehmen. Um wirtschaftlicher zu arbeiten, sollen die sechs Klinika in NRW bei Verwaltungsaufgaben eng kooperieren.
Die Landesregierung unterstützt darüber hinaus die Pläne der Universitätsklinika Aachen und Maastricht, sich zu einer europäischen Universitätsklinik zusammenzuschließen. Dies entspreche der Strategie der Landesregierung für eine intensivere Kooperation bei Wissenschaft, Forschung und Technologie, teilte das Ministerium mit. hil/HK
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