ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2007Reformprotest: Verband ruft zur „arztfreien Woche“ auf

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Reformprotest: Verband ruft zur „arztfreien Woche“ auf

Dtsch Arztebl 2007; 104(12): A-750 / B-662 / C-638

Korzilius, Heike

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Foto: ddp
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Der Protest der Ärzte gegen die Gesundheitsreform, die am 1. April in Kraft tritt, hält an. So forderte der Verband „Freie Ärzteschaft“ die niedergelassenen Ärzte auf, ihre Praxen vom 19. bis 23. März zu schließen. „Diese Reform bedeutet für die Ärzte den Verlust ihrer Existenz und für die Patienten eine Wartelistenmedizin wie in England und den Niederlanden“, warnte deren Präsident, Dr. med. Martin Grauduszus. Die „arztfreie Woche“ zeige, was passiere, wenn eines der besten Gesundheitssysteme der Welt mutwillig zerschlagen werde.
Für dieselbe Woche haben 30 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte aus der Region Quakenbrück ein Protestprogramm aufgelegt, bei dem an jedem Tag eine öffentlichkeitswirksame Aktion geplant ist. Trotz zahlreicher Proteste und Demonstrationen habe die Bundesregierung ihre Vorstellungen zur Reform der medizinischen Versorgung in drei Gesetzen zementiert, heißt es in einem Aufruf. Dem Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz, dem Vertragsarztrechtsänderungsgesetz und dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz sei eines gemeinsam: sie führten zu einer versteckten Rationierung von Gesundheitsleistungen und ebneten den Weg in die Staatsmedizin. HK
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