ArchivDeutsches Ärzteblatt12/2007Malnutrition: Rückzug aus dem Leben
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Als Allgemeinärztin, die alte Menschen bis zu ihrem Tod betreut, stimme ich der Autorin zu, dass Mangelernährung Infektanfälligkeit und Dekubitusbildung begünstigt. Die meisten meiner Patienten werden zu Hause unter Beteiligung der zuständigen Fachkräfte zum Teil sehr liebevoll betreut. Dennoch reduzieren die meisten von ihnen irgendwann die Nahrungsaufnahme und auch die Trinkmenge als einen beginnenden Rückzug von der Welt. Hier kann ich überhaupt keinen Grund sehen, diese Menschen mit Energiedrinks beglücken zu wollen. Im Gegenteil tröstet mich der – schriftlich für meine Kinder festgehaltene – Gedanke, zumindest noch dieses Recht auf Nahrungsreduzierung oder -verweigerung zu haben. Und die Patienten in den Heimen? Hier gilt es, das Angebot an Zeit und Zuwendung zu fördern wie das verbesserte Angebot an Nahrung, aber auch hier soll der alte Mensch selbst bestimmen dürfen, was er noch zu sich nehmen will.
Dr. med. Annemarie Ertle, Mühlbachstraße 17, 72189 Vöhringen
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