ArchivDeutsches Ärzteblatt13/2007Geschlechtsbestimmung: Humangenetiker fordern Testverbot

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Geschlechtsbestimmung: Humangenetiker fordern Testverbot

Dtsch Arztebl 2007; 104(13): A-826 / B-730 / C-702

Zylka-Menhorn, Vera

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Kindliche Y-Chromosomen werden bereits ab der achten Woche im Blut der Schwangeren nachgewiesen. Foto: picture-alliance/OKAPIA KG
Kindliche Y-Chromosomen werden bereits ab der achten Woche im Blut der Schwangeren nachgewiesen. Foto: picture-alliance/OKAPIA KG
Die Deutsche Gesellschaft für Humangenetik (GfH) warnt vor dem Missbrauch eines neuen pränatalen Tests, mit dem bereits in der achten Schwangerschaftswoche das Geschlecht des Ungeborenen bestimmt werden kann. Wie deren Vorsitzender, Prof. Dr. med. Peter Propping, gegenüber dem Deutschen Ärzteblatt erläuterte, bieten kommerzielle Firmen Untersuchungen mütterlicher Blutproben in der Frühschwangerschaft an, die allein die Geschlechtsbestimmung des erwarteten Kindes zum Ziel haben. Hierbei handelt es sich um den hochempfindlichen Nachweis kindlicher Y-Chromosomen. Propping: „Dadurch wird eine missbräuchliche Verwendung des Testergebnisses für einen Schwangerschaftsabbruch aus nicht medizinischer Indikation ermöglicht.“ Der Gesetzgeber müsse das Verfahren verbieten, die GfH lehne pränatale Testverfahren, die keinen medizinischen Zwecken dienen, ausdrücklich ab, betonte Propping. zyl
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