ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSSUPPLEMENT: PRAXiS 1/2007Gesundheitskarte: Mitarbeit oder Boykott?

SUPPLEMENT: PRAXiS

Gesundheitskarte: Mitarbeit oder Boykott?

Dtsch Arztebl 2007; 104(13): [1]

Krüger-Brand, Heike E.

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LNSLNS Der Widerstand in einigen Teilen der Ärzteschaft gegenüber der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) wächst. Zuletzt rief der NAV-Virchow-Bund zum Boykott der Einführungstests der eGK auf und begründete dies mit der unkalkulierbaren Kostenentwicklung und der fehlenden Datensicherheit. In Flensburg kam es zu Protestaktionen und Anfeindungen (wie Beschimpfungen per Fax und Telefon) von Ärzten gegen Ärzte, die sich an dem dort bereits laufenden Feldtest beteiligen. Daraufhin hat man in Nordrhein-Westfalen beschlossen, die Teilnehmeradressen in der Testregion Bochum/Essen nicht zu veröffentlichen. Die Gräben zwischen Befürwortern und Gegnern des Projekts vertiefen sich – auch aufgrund fehlender Informationen. Die Politik ist gut beraten, die Vorbehalte der Ärzte ernst zu nehmen und die Interessen der Leistungserbringer stärker als bisher zu berücksichtigen, denn ohne deren Mitarbeit wird das Projekt scheitern. Klar ist aber auch, dass sich nur über Tests sowohl die Kosten als auch mögliche Risiken und Schwachstellen im Praxisbetrieb realitätsnah ermitteln lassen. Ärzten, die sich im Berufsstress und trotz aller Unwägbarkeiten dafür entscheiden, die Prozesse aktiv und kritisch mitzugestalten, gehört dafür zumindest eines – Respekt. Heike E. Krüger-Brand
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