SUPPLEMENT: PRAXiS

Thema Gesundheit treibt IT

Dtsch Arztebl 2007; 104(13): [28]

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LNSLNS Im Zusammenhang mit der inhaltlichen Neukonzeptionierung der CeBIT wurde auch der thematische Schwerpunkt Gesundheit erheblich erweitert. So fand parallel zur Computermesse erstmals die zweitägige Kongressmesse „TeleHealth“ statt (www. telehealth.de). Im Mittelpunkt der neuen Veranstaltung, die das Ausstellungsangebot des Themenkomplexes „eHealth“ im Public Sector der CeBIT ergänzte, standen telemedizinische Anwendungen und Technologien. Rund 50 Aussteller präsentierten Lösungen für den Informationsfluss zwischen Patienten, niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern und dem Rehabereich. Zielgruppe waren Fachbesucher.
Doch auch im übrigen Messebereich kam das Thema nicht zu kurz: So präsentierte beispielsweise Microsoft erste Ergebnisse aus der „Asklepios Future Hospital“-Initiative. Die Vereinheitlichung der Plattform und Effizienzsteigerungen im IT-Betrieb führten zu einer Kostenreduktion je Anwender um 36,7 Prozent, obwohl eine Ausstattung mit hochwertigen mobilen Geräten eingeführt wurde und die Anzahl der Anwender um 13 Prozent sowie der Client-PCs um 63 Prozent gestiegen sind. Außerdem hat die neue Infrastruktur im Future Hospital den medizinischen Alltag nachhaltig verbessert. Gezeigt wurde mit der „eHealth Interoperability Plattform“ (eHIP) außerdem eine Integrations- und Kommunikationsplattform, die Akteure im Gesundheitswesen bei der Umsetzung der integrierten Versorgung unterstützt und telemedizinische Anwendungen ermöglicht.
Smart Living
„Smart Living“ war ein thematischer Schwerpunkt beim Fraunhofer ISST. Das System bietet telemedizinische Dienstleistungen über den heimischen Fernseher und eine eigens dafür konzipierte Serviceplattform an. So können Patienten ihre Vitalwerte (Puls und Blutdruck) zu Hause in Echtzeit erfassen und automatisiert an ihren Arzt senden. Die Werte und ihr Verlauf werden auch auf dem Fernseher angezeigt. Darüber hinaus präsentierte das ISST seine Arbeiten zur elektronischen Fallakte. Dabei geht es um die Spezifikation einer Architektur zum sicheren Austausch von medizinischen Daten zwischen medizinischen Einrichtungen unter Berücksichtigung der elektronischen Gesundheitskarte. Zurzeit werden in zehn Kliniken Pilotprojekte zur elektronischen Fallakte durchgeführt.
Die dgnservice hat gemeinsam mit IBM Deutschland und weiteren Industriepartnern eine Lösung vorgestellt, die Fall- und Patientenakten sowie Hard- und Softwaresysteme zu einer funktionsfähigen medizinischen Fallsteuerung integriert. Die marktoffene, serviceorientierte Architektur (SOA) der Lösung ermöglicht die nahtlose Einbindung zusätzlicher Telematik-Komponenten und Mehrwertdienste, wie zum Beispiel das telemedizinische Monitoring. Im Mittelpunkt der Lösung steht die Integration einer Fallakte und einer Patientenakte, die in eine Fallsteuerung zur Versorgung der Patienten eingebunden wird. Das System basiert auf einer sicheren Telematikinfrastruktur unter Nutzung der elektronischen Gesundheitskarte und des Heilberufsausweises.

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