ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2007Vaterschaftstests: Mehr Rechte für Männer

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Vaterschaftstests: Mehr Rechte für Männer

Dtsch Arztebl 2007; 104(14): A-909 / B-809 / C-777

Rabbata, Samir

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Foto: dpa
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Männern soll die juristische Klärung ihrer Vaterschaft erleichtert werden. Dies sieht ein Gesetzentwurf vor, den Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) am 27. März vorstellte. Männer können demnach die Abstammung ihres Kindes genetisch feststellen lassen, ohne bei einem negativen Befund automatisch die Vaterschaft zu verlieren. Bislang haben Väter nur die Möglichkeit einer Anfechtungsklage. Ist sie erfolgreich, verliert das Kind zwingend seinen Unterhaltsanspruch und der Vater sein Sorgerecht. Unabhängig von dem neuen sogenannten Klärungsverfahren bleibt das eigentliche Verfahren zur Anfechtung der Vaterschaft aber bestehen.
Der Gesetzentwurf sieht außerdem vor, dass Väter ebenso wie Mütter oder Kinder einen Anspruch auf Klärung der Abstammung haben. Alle Betroffenen müssen demnach in die genetische Abstammungsuntersuchung einwilligen und die Entnahme der erforderlichen Proben dulden. Zypries kommt damit einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar dieses Jahres nach. Darin hatten die Karlsruher Richter eine Neuregelung der gesetzlichen Bestimmungen gefordert. SR
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