ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2007British Medical Journal: Zweifel am Nutzen von Impact Factors

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British Medical Journal: Zweifel am Nutzen von Impact Factors

Dtsch Arztebl 2007; 104(14): A-910 / B-810 / C-778

Hillienhof, Arne

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Zweifel am Nutzen von Impact Factors und daraus resultierenden Rangfolgen für medizinische Zeitschriften hat das British Medical Journal angemeldet (BMJ 2007; 334:561–4). Das BMJ warnt, die Bedeutung des Impact Factors für die wissenschaftlichen Zeitschriften sei so groß, dass sie sich stärker darauf konzentrierten, zitiert zu werden, als verständliche und nützliche Beiträge für ihre Leser einzuwerben.
Ein großes Problem sei außerdem, dass sich die Forschungsförderung zunehmend danach richte, ob die Ergebnisse in Zeitschriften publiziert seien, die in den Rankings an der Spitze stehen. Die Universitäten seien gezwungen, ihre Forschung auf Felder zu konzentrieren, die in diesen Zeitschriften erscheinen könnten. „Diese Tendenz schädigt die medizinische Grundlagen- und Breitenforschung“, warnt das BMJ.
Zwei britische Wissenschaftler diskutierten die Kritik an den Impact Factors nach Erscheinen des Beitrages. Gareth Williams von der Bristol University sagte, die Impact Factors seien eine Verschwendung von Zeit, Energie und Geld. Dagegen fordert Richard Hobbs von der Birmingham University, diese nicht abzuschaffen, sondern ihre Verwendung zu modifizieren, um auf diese Weise Fehlentwicklungen vorzubeugen. hil
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