ArchivDeutsches Ärzteblatt14/2007Bürokratiekosten: Facharzt für Bürokratie
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. . . Als Vertragsärzte haben wir noch nicht vergessen, dass ein großer Teil der Zettelwirtschaft/des Formularunwesens von der KV selbst kommt. Daher ist es amüsant, wenn Dr. Kriedel, der dem Vorstand der KVWL angehört, sich nun müht, den Verursacher und Hauptkostentreiber zu suchen. Man hat dann das herausgefunden, was vielfach schon bekannt war, aber zumindest jetzt auch quantifiziert wurde. So ist die Kassengebühr ein Paradebeispiel dafür, wie teuer Bürokratie ist: 2004 vom Gesetzgeber beschlossen, durch KBV eingeführt und durch die KVen umgesetzt, kostet uns diese viel Geld . . . Weiterhin werden DMP quantifiziert: Die Teilnahme daran ist freiwillig, insofern kann sich hier niemand über Bürokratie beschweren. In der Tabelle nicht aufgeführt, aber auf dem Foto erkennbar: Muster 60/61 (Reha). Man fülle kostenlos Muster 60 aus, um Muster 61 zu erhalten. Sodann darf man für kleines Geld ein großes Gutachten erstellen, was eigentlich Aufgabe des MDK wäre. Dieses zwischen den Spitzenverbänden der Kassen und der KBV vereinbarte Formular stellt einen gewissen Höhepunkt des Bürokratiewahnsinns dar – und kommt von der KV. Zum Glück bin ich dafür nicht qualifiziert (denn man muss erst einen Kurs bei der KV belegen, um fähig zu sein, dieses Formular auszufüllen). So kann ich zu meiner Entlastung an die KV oder die Krankenkasse verweisen, die vielleicht wissen, wer den Facharzt für Bürokratie bestanden hat . . .
Dr. med. Werner Pötter, Paulinenstraße 10 a,
58511 Lüdenscheid
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