ArchivDeutsches Ärzteblatt11/1997AIDS-Erkrankungen in Europa nehmen zu

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AIDS-Erkrankungen in Europa nehmen zu

EB

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LNSLNS BONN. Die Zahl der AIDS-Erkrankungen in Europa ist weiter gestiegen. Das geht aus einer Mitteilung der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland hervor, die sich auf einen Bericht des Europäischen Zentrums für die epidemiologische AIDS-Überwachung beruft. Die Gefahr eines sich ständig beschleunigenden Anstiegs der Infizierungen sei jedoch gestoppt. Die Infektionshäufigkeit habe sich im letzten Jahr fast europaweit stabilisiert. Ausnahmen seien Spanien, Italien und Portugal. Von Januar bis September 1996 wurden 17 778 neue Erkrankungen diagnostiziert; die Gesamtzahl der HIVInfizierten stieg damit auf 167 021. Dem Bericht zufolge zählt mit 43 Prozent der intravenöse Drogenmißbrauch zu den häufigsten Übertragungswegen bei Neuerkrankungen, worauf auch die hohen Infektionsraten in Spanien, Italien und Portugal zurückzuführen seien. 19 Prozent der Neuerkrankten infizierten sich beim heterosexuellen Kontakt, 28 Prozent seien männliche Bi- oder Homosexuelle.
Mit dem Aktionsplan "Europa gegen AIDS" förderte die EU-Kommission in den Jahren 1994 und 1995 mit rund 17,5 Millionen Ecu 134 Projekte. Dazu gehörten wissenschaftliche Datensammlungen, Informationskampagnen, Vorsorgemaßnahmen sowie die soziale und psychologische Betreuung der Infizierten.
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