ArchivDeutsches Ärzteblatt PP4/2007Berichtspflicht an hausarzt: Eingriff in therapeutische Beziehung

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Berichtspflicht an hausarzt: Eingriff in therapeutische Beziehung

PP 6, Ausgabe April 2007, Seite 148

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LNSLNS Die im „Gesprächskreis II“ zusammengeschlossenen 34 psychotherapeutischen Berufs- und Fachverbände kritisieren in einem Brief an Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), die Verknüpfung der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen mit einem regelmäßigen vierteljährlichen Bericht an den Hausarzt im neuen Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM). Der Beschluss des Bewertungsausschusses zu Abschnitt 2.1.4 der allgemeinen Bestimmungen des EBM eröffnet Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten die Möglichkeit, den „ärztlichen Bericht über eine Patientenuntersuchung“ oder „individuellen Arztbrief“ (EBM-Ziffer 01600, 01601) abzurechnen (siehe PP 12/2006, Seite 566). Dies wird mit der „Berichtspflicht für Psychotherapieleistungen“ an den Hausarzt verknüpft.
„Die Pflicht, über eine laufende Psychotherapie regelmäßig zu berichten, stellt einen Eingriff in die psychotherapeutische Beziehung dar“, kritisiert der Gesprächskreis II. Der „bisher akzeptierte Schutz für die höchst persönlichen Gesprächsinhalte“ einer Psychotherapie werde damit verletzt. Die Verbände appellieren an die KBV, im Bewertungsausschuss einen Antrag zur Aufhebung des Beschlusses einzubringen. PB
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