ArchivDeutsches Ärzteblatt PP4/2007Kindesmisshandlung: Nordrhein-Westfalen fordert mehr Prävention

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Kindesmisshandlung: Nordrhein-Westfalen fordert mehr Prävention

PP 6, Ausgabe April 2007, Seite 150

Hillienhof, Arne

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LNSLNS Eine bessere Vorsorge und mehr multiprofessionelle Netze zur Vorsorge und Früherkennung von Kindesmisshandlungen fordern die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein und die Psychotherapeutenkammer in Nordrhein-Westfalen. „Neben der Betreuung bereits betroffener Kinder müssen die Prävention und Früherkennung verbessert werden“, sagte der KV-Vorsitzende Leonhard Hansen in Düsseldorf. Hansen plädiert für häufigere ärztliche Vorsorgeuntersuchungen. „Die bisherigen U1- bis U9-Untersuchungen sind noch erstaunlich lückenhaft“, sagte auch die Präsidentin der Nordrhein-Westfälischen Psychotherapeutenkammer, Monika Konitzer. Sie kritisierte, Defizite in der psychosozialen und kognitiven Entwicklung von Kindern und Jugendlichen würden bisher noch gar nicht untersucht. Hansen und Konitzer forderten daher gemeinsam, Screening-Instrumente in diese Untersuchungen aufzunehmen, mit enen Kindesmisshandlung und -verwahrlosung frühzeitig und zuverlässig erkannt werden könnten.
Früherkennung allein helfe gefährdeten Familien jedoch nicht. „Es muss auch klar sein, was passieren soll, wenn ein Frühwarnsystem einen Alarm auslöst“, betonte Konitzer. Dabei seien auch aufsuchende Hilfen notwendig. „Hausbesuche bei Risikofamilien und Beratungsangebote für junge Familien sind wichtig. Dafür müssen ausreichend personelle Kapazitäten zur Verfügung gestellt werden“, sagte auch Hansen. hil
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