ArchivDeutsches Ärzteblatt PP4/2007Einheitliche Regelungen in der EU geplant

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Einheitliche Regelungen in der EU geplant

PP 6, Ausgabe April 2007, Seite 165

Bühring, Petra

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LNSLNS Bundesjustizministerin Brigitte Zypries will ein EU-einheitliches Vorgehen gegen sogenannte Killerspiele in die Wege leiten. „Alle Staaten der Europäischen Union haben klargestellt, dass sie gewaltverherrlichende Computerspiele ablehnen“, sagte Zypries in Berlin. Der Zusammenhang zwischen aggressiven Verhaltensweisen oder Gewalttaten und dem Konsum von „Killerspielen“ sei in vielen Ländern der Europäischen Union nicht genügend bekannt, bemängelte Franco Frattini, Vizepräsident der Europäischen Union.
In vielen Staaten würde in den Geschäften zudem nicht überprüft, ob die Käufer bereits volljährig seien. Frattini begrüßt daher die Initiative vom Ratspräsidenten Deutschland, die zunächst mit einem Abgleich der Regelungen in den einzelnen Staaten beginnen soll. Gemessen wird an den deutschen Standards, die Frattini als „sehr hoch“ bezeichnete. Neben Altersbeschränkungen verbietet § 131 StGB die Verbreitung von Medien, die „grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten . . . in einer Art schildern, die eine Verherrlichung oder Verharmlosung ausdrückt“. Zypries hält diesen strafrechtlichen Schutz für „ausreichend“. Kritiker fordern hingegen ein Totalverbot von Killerspielen, auch von solchen, die Gewalt „nur“ darstellen, nicht aber verherrlichen oder verharmlosen. Ein entsprechender Gesetzesantrag Bayerns im Bundesrat wurde an die zuständigen Ausschüsse überwiesen. PB
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