ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2007Tarifvertrag: Marburger Bund und Charité einigen sich

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Tarifvertrag: Marburger Bund und Charité einigen sich

Dtsch Arztebl 2007; 104(15): A-981 / B-873 / C-833

Hillienhof, Arne

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Foto: ddp
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Auf einen Tarifvertrag für die Ärzte der Berliner Charité haben sich die Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und der Vorstand der Klinik geeinigt. „Heute ist ein guter Tag für die Charité und die Hochschulmediziner gleichermaßen“, erklärte der Verhandlungsführer des MB, Lutz Hammerschlag. Die Einigung sei eine ausgewogene Balance zwischen den ökonomischen Interessen der Klinikleitung und der Forderung der Universitätsärzte nach besseren Arbeitsbedingungen. Besonders positiv sei es, dass es keinen Ost-West-Unterschied bei der Vergütung der Ärzte gebe. Damit sei in Deutschland zum ersten Mal ein Tarifvertrag ohne die Einordnung in zwei unterschiedliche Vergütungsklassen unterzeichnet worden. In den übrigen Universitätskliniken der neuen Bundesländer sei eine entsprechende Ost-West-Angleichung am massiven Widerstand der Arbeitgeber gescheitert.
Hammerschlag betonte, dass MB und Klinikvorstand im Tarifvertrag eindeutige Kriterien für die Einstufung von Oberärzten festgesetzt hätten. „Die überflüssigen und haarsträubenden Blockaden, die wir zurzeit bei der Eingruppierung von Oberärzten in vielen anderen Kliniken erleben, wird es an der Charité nicht geben“, sagte der MB-Verhandlungsführer. Auch der Geschäftsführer des MB-Landesverbandes Berlin/Brandenburg, Manfred Husmann, zeigte sich über den Tarifabschluss erfreut. „Das Gesamtwerk ist ein wichtiger Schritt in der Tarifgeschichte des Verbandes“, sagte er nach der Einigung. hil
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