ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2007RANDNOTIZ: Warum nicht Knut?

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RANDNOTIZ: Warum nicht Knut?

Dtsch Arztebl 2007; 104(15): A-981 / B-873 / C-833

Hibbeler, Birgit

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LNSLNS Was tut man, wenn etwas vergleichsweise Unspektakuläres passiert, aber trotzdem alle davon erfahren sollen? Richtig: Man holt sich Prominenz ins Haus, denn Glamour lockt die Medien an. Genau das hat man sich wohl auch an der Kölner Universitätsklinik gedacht. Und so wurde die jordanische Königin Rania Al-Abdullah zur Namensgeberin einer neuen Einrichtung für Kinderrehabiliation. Das „Queen Rania Rehabilitation Center“ fand damit große Beachtung in der Lokalpresse. Die schöne Königin eroberte die Herzen der Rheinländer im Flug und will sich nun dafür einsetzen, dass das Kölner Reha-Konzept bald in Jordanien eingesetzt wird.
Ein bisschen royales und orientalisches Flair spricht viele an. Doch wie man ganz große PR macht, haben die Kölner Werbestrategen offenbar noch nicht verstanden. Denn: Alle wollen nur das eine. Und das hat vier Buchstaben und ist weiß und flauschig. Es ist Knut, der kleine Eisbär aus dem Berliner Zoo. „Polar Bear Knut Rehabilitation Center“ klingt nicht nur international, sondern auch kindgerecht und gar nicht so schlecht. Sicherlich wenden nun Kritiker ein: Was hat denn bitte Knut mit Rehabilitation zu tun? Die Antwort lautet: Nichts. Aber Königin Rania ja eigentlich auch nicht. Knut wäre jedoch der Garant für ein tolles Medienecho. Jörg Blattman, der kaufmännische Direktor der Uniklinik, hätte vermutlich am Sonntag bei Sabine Christiansen gesessen.
Aber Knut extra aus Berlin einfliegen? Zu aufwendig. Das Kölner Elefantenbaby Marlar, das vor wenigen Tagen seinen ersten Geburtstag feierte, wäre allerdings eine Option gewesen. Und über einen leckeren Blumenstrauß hätte sich Marlar ganz bestimmt auch gefreut.
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