ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2007Plastische Chirurgie: Fachgesellschaft kritisiert Verursacherprinzip

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Plastische Chirurgie: Fachgesellschaft kritisiert Verursacherprinzip

Dtsch Arztebl 2007; 104(15): A-984 / B-876 / C-834

Rabbata, Samir

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Foto: dpa
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Teile der zum 1. April in Kraft getretenen Gesundheitsreform seien rechtlich und ethisch bedenklich. Darauf verwies die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen, Dr. med. Marita Eisenmann-Klein. Vor allem die vorgesehene Beteiligung von Patienten an den Folgekosten für medizinisch nicht indizierte Eingriffe berge große Probleme. Vermutlich müsse von Fall zu Fall gerichtlich abgewogen werden, ob es sich um einen Behandlungsfehler handele, für den der Arzt aufkommen müsse, oder um eine „schicksalhafte“ Komplikation, die dann der Patient in Teilen zu tragen hätte.
Auch sei völlig unverständlich, dass der Gesetzgeber den Versicherten zwar die Risiken für einen ästhetischen Eingriff auferlege, sie aber beispielsweise nicht an den Folgekosten des Rauchens beteilige. Zudem gab Eisenmann-Klein zu bedenken, dass die Abgrenzung eines rein ästhetischen Eingriffs von einer Heilbehandlung oft schwierig sei. SR
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