ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2007Stents: Was GERSHWIN zeigt
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Die Diskussion über mögliche längerfristige Komplikationen bei der Verwendung von medikamentfreisetzenden Stents betrifft vor allem Patienten und Kardiologen, Wissenschaftler der Versorgungsforschung und Krankenkassen. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité – Universitätsmedizin Berlin begann die Techniker Krankenkasse 2003 die GERSHWIN-Studie als Modellvorhaben zur Untersuchung der klinischen und ökonomischen Auswirkungen von sirolimusfreisetzenden Stents (SES) im Vergleich zu Bare-Metal Stents (BMS) . . . Die Interimsanalyse nach sechs Monaten ergab signifikant weniger Re-PCI bei Patienten mit SES verglichen mit BMS, jedoch keinen Unterschied zwischen beiden Gruppen hinsichtlich Tod oder Myokard-infarkt. Diese Ergebnisse wurden in vorläufigen Zwölfmonatsanalysen bestätigt und beim DGK Kongress 2006 vorgestellt. Patienten erhielten eine Clopidogrel-Therapie durchschnittlich 13,3 ± 12,6 (BMS) bzw. 20,2 ± 8,5 (SES) Wochen. Die 18-Monats-Ergebnisse werden beim DGK-Kongress im April 2007 vorgestellt. Um langfristige Auswirkungen und mögliche Komplikationen zu untersuchen, wurde die Nachbeobachtung in der GERSHWIN-Studie von 18 auf 36 Monate verlängert. Die Ergebnisse werden zur Klärung langfristiger klinischer und ökonomischer Konsequenzen beitragen und damit hoffentlich auch zur Versachlichung der Diskussion.
Literatur bei den Verfassern
Prof. Dr. med. Stefan N. Willich, MPH, MBA,
Doreen McBride, MBA,
Dr. med. Bernd Brüggenjürgen, MPH,
Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und
Gesundheitsökonomie,
Charité – Universitätsmedizin Berlin, 10098 Berlin
Dr. med. Torsten Hecke,
Techniker Krankenkasse Hamburg,
Bramfelder Straße 140, 22305 Hamburg
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