ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2007Stents: Mehr Transparenz nötig
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Der Autor weist auf einen allgemeineren, gefährlichen Sachverhalt hin: die Abhängigkeit wissenschaftlicher Studien von den Interessen der jeweiligen dahinterstehenden Auftraggeber. Diese zeigt sich nicht nur in der Kardiologie, sondern z. B. auch in der Psychiatrie bei der offensichtlich übertrieben propagierten Wirksamkeit von Antidepressiva (siehe z. B. arznei-telegramm 5/2005). Die Notwendigkeit neutraler Studien im Interesse wahrheitsgemäßerer, transparenterer Ärzteinformation, aber auch der Gesundheit der Allgemeinheit wird immer unabweisbarer. Der Gesetzgeber sollte endlich dafür Bedingungen schaffen. Dies könnte durch die Verpflichtung, vor der Zulassung eines medizinischen Produktes eine neutrale Studie vorzulegen, die die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit nachweist, verwirklicht werden. Die Studie könnte vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte firmenunabhängig und anonym an qualifizierte Forscher in Auftrag gegeben werden. Die Finanzierung erfolgt durch das Unternehmen, das die Produkte herstellen und vermarkten will, über das Bundesinstitut, sodass keine finanzielle Abhängigkeit zwischen Studie und Hersteller bestehen kann.
Dr. med. Michael Klucken, Am Bloher Forst 18, 26160 Bad Zwischenahn
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