ArchivDeutsches Ärzteblatt15/2007Osteoporosetherapie mit Alendronsäure

MEDIZIN: Referiert

Osteoporosetherapie mit Alendronsäure

Dtsch Arztebl 2007; 104(15): A-1028 / B-914 / C-870

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LNSLNS Der aktuellen Leitlinie des Dachverbands der deutschsprachigen osteologischen Fachgesellschaften zur Prophylaxe, Diagnose und Therapie der Osteoporose bei Frauen ab der Menopause und bei Männern ab dem 60. Lebensjahr ist zu entnehmen, dass Biphosphonate mindestens 3 bis 5 Jahre eingenommen werden sollten.
In einer randomisierten Doppelblindstudie wurden 1 099 postmenopausale Frauen, die zuvor in der FIT-Studie (Fracture Intervention Trial) über durchschnittlich 5 Jahre eine Alendronattherapie erhalten hatten, in drei Behandlungsgruppen randomisiert (5 mg Alendronat, 10 mg Alendronat und Placebo). Nach 5 Jahren war das kumulierte Risiko für eine Fraktur außerhalb der Wirbelsäule bei den Patientinnen, die Placebo erhalten hatten, nicht erhöht gegenüber der Biphosphonatgruppe. Zwar zeigte sich nach Abbruch der Alendronattherapie eine moderate Abnahme der Knochendichte und ein gradueller Anstieg biochemischer Marker für einen vermehrten Knochenabbau, doch stieg lediglich das Risiko klinischer Wirbelkörperfrakturen geringfügig an.
Die Studie lässt den Schluss zu, dass bei den meisten Frauen eine Biphosphonatbehandlung nach 5 Jahren abgebrochen werden kann, es sei denn, es liegt ein hohes Risiko für Wirbelkörperfrakturen vor. w

Black DM et al.: Effects of continuing or stopping alendronate after 5 years of treatment: the Fracture Intervention Long-term Extension (FLEX): a randomized trial. JAMA 2006; 296: 2927–38; E-Mail: dblack@psg-ucsf.Edu

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