ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2007Universitätskliniken: DFG sieht Forscher benachteiligt

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Universitätskliniken: DFG sieht Forscher benachteiligt

Dtsch Arztebl 2007; 104(16): A-1052 / B-936 / C-892

Flintrop, Jens

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Die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) hat kritisiert, dass ausschließlich in der Forschung tätige Ärzte an den Universitätskliniken nicht nach dem neuen Ärztetarifvertrag bezahlt werden können und somit deutlich weniger verdienen als ihre in der Krankenversorgung tätigen Kollegen. Die Grundvergütung eines überwiegend forschenden Nachwuchswissenschaftlers liege rund 500 Euro monatlich unter der eines vorrangig mit der Patientenversorgung befassten Arztes, heißt es in einer Stellungnahme der DFG-Senatskommission für Klinische Forschung. Die Neuregelung erschwere somit den ohnehin risikoreichen Weg in eine wissenschaftliche Karriere in der Medizin.
Die DFG fordert zu einer sachgerechten Anwendung der Möglichkeiten auf, die der für die Forscher geltende Tarifvertrag für die Angestellten des öffentlichen Dienstes der Länder bietet: So könnten Verdienstunterschiede durch die Gewährung von Zulagen ausgeglichen werden. Zusätzlich könne in vielen Bereichen der Klinischen Forschung davon ausgegangen werden, dass das für die Anwendung des günstigeren Ärztetarifrechts erforderliche Merkmal der „überwiegend patientenversorgenden Tätigkeit“ im tarifrechtlichen Sinn erfüllt sei. Bei der Finanzierung von Mitarbeitern aus DFG-Mitteln würden alle Kosten übernommen, die sich aus der Umsetzung tariflicher Bestimmungen ergeben. Dies schließe auch Leistungsentgelte, Zulagen und die Vorwegnahme von Entgeltstufen ein. JF
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