ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2007E-Health: Patientensicherheit als zentrale Aufgabe

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E-Health: Patientensicherheit als zentrale Aufgabe

Dtsch Arztebl 2007; 104(16): A-1053 / B-937 / C-893

Krüger-Brand, Heike E.

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Foto: Keystone
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Die Europäische Arbeitsgemeinschaft Niedergelassener Ärzte, E.A.N.A, hat bei ihrer Frühjahrstagung in Graz über die Patientensicherheit in einem von E-Health geprägten Gesundheitssystem diskutiert. Die Luxemburger Deklaration zur Patientensicherheit der Europäischen Union (www.aerzteblatt.de/plus1607) müsse um diesen Aspekt erweitert werden.
Eine der größten Herausforderungen sei die Wahrung der Arzt-Patienten-Beziehung. Elektronische Anwendungen müssten sich an die Bedürfnisse von Ärzten und Patienten anpassen und nicht umgekehrt, so die E.A.N.A. Ergänzend zur elektronischen Kran­ken­ver­siche­rungskarte kann sich die Organisation eine europaweit gültige Identifikationskarte für Ärzte vorstellen. Eine zentrale Forderung ist die Wahrung der Vertraulichkeit medizinischer Daten bei allen E-Health-Anwendungen: Daten dürften außer in Notfällen nur mit Einverständnis der Patienten weitergegeben werden. Um die Vertraulichkeit technisch zu sichern, bedürfe es sicherer Leitungen und Verschlüsselungssysteme sowie einheitlicher Standards und Kontrollmöglichkeiten.
Die E.A.N.A. fordert, dass medizinische Daten unter der Kontrolle der Einrichtungen verbleiben, die die Daten generiert haben. Eine zentrale Speicherung erhöhe die Gefahr des Missbrauchs. Um den Datenschutz sicherzustellen, müssten die gespeicherten Informationen gelöscht werden, wenn der Patient dies verlange. Eine ausschließliche Datenspeicherung auf Smartcards lehnt die Organisation wegen der Gefahr eines Datenverlusts ab. KBr
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