ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2007RANDNOTIZ: Beliebt, aber unzufrieden

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RANDNOTIZ: Beliebt, aber unzufrieden

Dtsch Arztebl 2007; 104(16): A-1053 / B-937 / C-893

Hibbeler, Birgit

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LNSLNS Ärztinnen und Ärzte genießen ein hohes Ansehen in der Bevölkerung. Nach einer aktuellen Umfrage der Zeitschrift Reader´s Digest haben 86 Prozent der Deutschen ein großes Vertrauen in die Mediziner. Die Ärzte mussten sich lediglich Feuerwehrleuten, Piloten und Krankenschwestern geschlagen geben. Zum Vergleich: Richter und Pfarrer landeten im Mittelfeld, Schlusslicht bildeten erwartungsgemäß die Politiker, denen nur sechs Prozent der 7 400 Befragten vertrauen.
Nun sind aber Fremd- und Eigenwahrnehmung bekanntermaßen zwei unterschiedliche Paar Schuhe. Während viele Menschen dazu neigen, sich auf nicht vorhandenen Lorbeeren auszuruhen, blasen die Ärzte Trübsal – trotz ihrer Beliebtheit. Zu diesem Schluss kommt zumindest eine im Nachrichtenmagazin Focus veröffentlichte Studie. Gerade die Charaktereigenschaften, die einen Menschen glücklich machen, sind bei den Ärzten demnach völlig unterentwickelt. Dazu zählen Hoffnung, Enthusiasmus, Bindungsfähigkeit, Neugier und Dankbarkeit. Lediglich bei der Neugier lagen die Ärzte im Mittelfeld, bei allen anderen Eigenschaften schnitten sie schlecht ab.
„Unzufriedene Ärzte, glückliche Geschäftsführer“ resümiert der Focus. Allerdings gibt es Hoffnung: Denn die Charakterstärken lassen sich formen. Beispielsweise könne man sich abends noch einmal die guten Erlebnisse des Tages vor Augen führen, um dann ein Gefühl der Dankbarkeit zu entwickeln, meinen Psychologen. Optimismus dürfte aber vielen Ärzten schwerfallen, solange die Rahmenbedingungen ihrer Arbeit von Politikern abhängen, denen nur ein Bruchteil der Bevölkerung über den Weg traut.
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