ArchivDeutsches Ärzteblatt16/2007Gesundheitssystem: Subsidiarität
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Der Autor beschreibt auf drei Seiten das Prinzip der „Subsidiarität“. Subsidiarität = Ein Problem wird auf der niedrigst möglichen Stufe gelöst. Wenn dies die Oma ist, wie der Autor beschreibt, ist es am billigsten. Wenn dafür das Krankenhaus der Maximalversorgung nötig ist, kommt es teurer. Aber heutzutage wird nur von der „Solidarität“ im Gesundheitswesen gesprochen. Die Subsidiarität ist heute so unbekannt, dass im o. g. Beitrag eine neue „fachliche Instanz“ gefordert wird und dafür Hand an die flächendeckende Versorgung gelegt wird. Wo bleibt da der Menschenverstand? Muss man wirklich den letzten Rest von Eigenverantwortlichkeit abgeben? Wenn ich wegen eines Problems einen Chirurgen befrage, erhalte ich eine chirurgische Problemlösung. Frage ich einen Apotheker, so erhalte ich eine pharmazeutische Problemlösung. Und in allen Bereichen haben wir ein äußerst wirksames Schutzmittel vor Risiken. Das ist die Urteilskraft des Betroffenen oder deutscher Gerichte. Eine Oma, die schlechte Tipps gibt, wird künftig nicht mehr befragt werden. Der Chirurg, der schlecht operiert, wird durch Schlichtungsstellen und Fachkollegen beurteilt werden. Aber etwas ist Herr Kamps in seinem Artikel doch schuldig geblieben. Wo liegt wirklich der Unterschied zwischen Norwegen und Deutschland? Wenn die Norweger bei drei Arztbesuchen im Jahr genauso gesund sind wie die Deutschen? Liegt es an der Inzidenz, der Prävalenz, der Prävention von Krankheiten? Oder liegt es, wie er selbst beschreibt, am Reichtum durch die Erdöl-Milliarden, dass man dort gesünder ist . . .
Dr. Christoph Liebrecht, Kohlbrink 8, 49324 Melle
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