ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2007MobilfunkStrahlung: Erste Krankenhäuser heben Handyverbot auf

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MobilfunkStrahlung: Erste Krankenhäuser heben Handyverbot auf

Dtsch Arztebl 2007; 104(17): A-1125 / B-1005 / C-957

Hibbeler, Birgit

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Als nicht mehr zeitgemäß stuft das Klinikum Region Hannover das Handyverbot ein. Foto: BilderBox
Als nicht mehr zeitgemäß stuft das Klinikum Region Hannover das Handyverbot ein. Foto: BilderBox
Das Klinikum Region Hannover hat das Verbot für Mobiltelefone in seinen zwölf Häusern aufgehoben. „Das Handyverbot ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt Dr. Rainer Brase, Sprecher der Geschäftsführung. „Unsere Mitarbeiter nutzen schließlich auch Handys und andere drahtlose Übertragungstechniken.“ Das Argument, die Mobilfunkstrahlung störe den Betrieb medizinischer Geräte, entspreche nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik.
Forscher der Mayo-Klinik im US-amerikanischen Rochester waren kürzlich in einer Untersuchung zu dem Schluss gekommen, dass Handytelefonate die Funktion von Medizingeräten nicht stören. In 300 Tests konnte kein Nachweis erbracht werden, dass Mobilfunkgeräte Apparate auf Intensivstationen und anderen Bereichen des Krankenhauses beeinflussen. Kritiker bemängeln jedoch, es gebe weit mehr Handy-Modelle und Medizingeräte, als in der Studie untersucht wurden.
Seit Kurzem ist die Nutzung von Mobiltelefonen auch im Universitätsklinikum in Frankfurt am Main erlaubt. Ausgenommen sind dort allerdings Intensivstation und OP-Bereich. Ähnliche Regelungen gibt es unter anderem in den Universitätskliniken Hannover und Gießen. BH
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