ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2007RANDNOTIZ: Verstehen Sie Arzt?

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RANDNOTIZ: Verstehen Sie Arzt?

Dtsch Arztebl 2007; 104(17): A-1125 / B-1005 / C-957

Rieser, Sabine

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LNSLNS „Ein ,must‘ für jeden Hypochonder!“, findet Jürgen von der Lippe. „Hirschhausen wirkt schneller als Aspirin. Das witzigste Medizinbuch, das ich kenne“, lobt Harald Schmidt.
Worum es geht? Um ein neues Werk aus dem Hause Langenscheidt: „Arzt-Deutsch, Deutsch-Arzt“, verfasst von Dr. med. Eckart von Hirschhausen. Rechtzeitig zum 1. April hat es der gelernte Arzt und praktizierende Kabarettist herausgebracht. „Auch wenn ich Gefahr laufe, den Zorn aller Doktoren auf mich zu ziehen, werde ich Ihnen die wichtigsten Vokabeln und Regeln der ärztlichen Fachsprache verraten“, verspricht Hirschhausen. „In wenigen Stunden sind Sie in der Lage, zu verstehen, was Ihr Arzt sagt. Zu verstehen, wenn er eigentlich nichts sagt. Und mit neuen Ausdrücken ungeheuren Eindruck zu schinden.“
Innerhalb von gut zwei Wochen stand das kleine gelbe Buch ganz oben auf einer der Bestsellerlisten von Spiegel Online. Von Hirschhausen erklärt die schönsten Eigennamen und Syndrome („Hyperventilations-Syndrom, neudeutsch: Morbus Tokio-Hotel“), dröselt häufig verwendete Silben wie hyper- oder -itis auf, erklärt das Werden und Sein der Ärzte: „Die Studenten lernen zwei tote Sprachen. Hätte nicht eine ausgereicht? Nein, denn als Arzt ist man immer wieder mal mit seinem Latein am Ende, und dann kann man auf Altgriechisch weitermachen.“
Etliches wird flapsig und trotzdem hilfreich erläutert. Alles in allem aber: ein bisschen viel Altherrenwitz zwischendurch und mancher laue Absatz. Trotzdem ist „Arzt-Deutsch, Deutsch-Arzt“ sicher eine gute Anschaffung für Klinik und Praxis. Denn Patienten wissen nicht nur Humor, sondern auch eine Portion Selbstironie an Ärzten zu schätzen.
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