ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2007Arzneimittel: Kein Musterkontingent
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Sehr zu Recht beklagt Frau Korzilius, dass niedergelassene Ärzte sich von der Pharmaindustrie dazu verleiten lassen, zwecks sogenannter AWB „neue und teure Medikamente“ zu verordnen und sie damit „in den Markt zu drücken“ – wofür die Kassen geradezustehen haben, während die involvierten bösen Medici von den Honoraren fröhlich leben. Vor elf Jahren konnte ich zum Glück meine über 30-jährige Praxistätigkeit beenden. Das Problem gab es damals schon. Ich verlangte von den Pharmafirmen, sie sollten für die Erprobung die erforderlichen Muster zur Verfügung stellen – konnten sie das nicht, gab es keine AWB. Sie konnten es nie, weil sie es nicht durften. Meines Erachtens wäre es erforderlich, dass den Firmen erlaubt würde, ihr streng reglementiertes Musterkontingent für diese Zwecke zu sprengen. Das andere Ärgernis, dass Ärzte sich für die Verschreibung bestimmter Medikamente bezahlen lassen – und nur nebenbei für die Abfassung eines mehr oder weniger dürftigen und/oder nichtssagenden Berichts – ist seit Olims Zeiten in der Berufsordnung geregelt: Es ist verboten (z. B. BO der ÄK Berlin v. 24.01.01, § 34, 1), nur: Wer ahndet Verstöße?
Dr. med. Hans Herrmann, Blumenthalstraße 23, 12103 Berlin
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema