ArchivDeutsches Ärzteblatt17/2007Filmkalender: Im Kino andere Welten entdecken

KULTUR

Filmkalender: Im Kino andere Welten entdecken

Dtsch Arztebl 2007; 104(17): A-1184 / B-1056 / C-1008

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LNSLNS Von den großen Dramen und den kleinen Dingen des Lebens – das Deutsche Ärzteblatt stellt alle vier Wochen eine Auswahl sehenswerter Neustarts vor.

Action/Thriller
Ab 26. April:
Foto: Tobis Film
Foto: Tobis Film
Der Fluch der goldenen Blume
Chinas Kandidat für die Oscarnominierung 2007 von Regisseur Zhang Yimou („Hero“, „House of Flying Daggers“) bietet opulente Historienpracht und einen chinesischen Machtkampf à la „Macbeth“. Am Hof der Tang Dynastie im zehnten Jahrhundert: Der Kaiser kehrt mit seinem Sohn Prinz Jai zu Palast und ungeliebter zweiter Frau Phoenix zurück, die sich in eine heimliche Affäre mit Kronprinz Wan gestürzt hat. Jai entdeckt, dass der Kaiser seine Frau allmählich heimtückisch vergiftet. Sie zettelt in höchster Not ein Komplott gegen ihn an. Am Tag des Chrysanthemenfests kommt es zur Entscheidung.
China 2006, 114 Minuten

Ab 17. Mai:
Das perfekte Verbrechen
Als Ted Crawford (Anthony Hopkins) entdeckt, dass seine Frau Jennifer (Embeth Davidtz) eine Affäre hat, plant er ihren Tod – den perfekten Mord. Unter den Polizisten, die am Tatort erscheinen, ist Detective Rob Nunally (Billy Burke), ein Verhandlungsspezialist bei Geiselnahmen, dessen Geliebte Jennifer einst war. Er erkennt, dass Jennifer noch lebt. Crawford wird verhaftet und nach seinem Geständnis angeklagt – ein scheinbar todsicherer Fall für Willy Beachum (Ryan Gosling), Gehilfe des Bezirksstaatsanwalts (David Strathairn) und Crawfords Gegenspieler in diesem spannenden Gerichtsthriller. Denn nichts ist so eindeutig, wie es zu Beginn scheint: Crawford zwingt Beachum zu einem perfiden Katz-und-Maus-Spiel, bei dem sich zeigt, dass sich in jeder noch so perfekten Fassade ein Riss finden lässt. War Crawford tatsächlich der Täter oder steckt noch viel mehr dahinter? Als charismatischer Verdächtiger brilliert Hopkins in diesem Suspense-Film, der von großartigen Schauspielerleistungen und pointierten Dialogen lebt.
USA 2007, 123 Minuten

Drama
Ab 10. Mai:
Black Book
Nach „Der Soldat von Oranien“ erzählt der niederländische Starregisseur Paul Verhoeven in seinem ersten europäischen Werk seit 21 Jahren erneut eine kompromisslose Geschichte aus dem Zweiten Weltkrieg. Das mit Carice van Houten, Sebastian Koch und Thom Hoffman treffend besetzte Drama um eine jüdische Revuesängerin, die sich dem Widerstand anschließt, vermeidet jede Trennung zwischen Gut und Böse und bezieht aus dieser Ambivalenz seine Spannung. Nach der Ermordung ihrer Eltern will Rachel an denjenigen Rache üben, die ihre Familie verraten haben, und findet ausgerechnet auf deutscher Seite einen ihrer größten Unterstützer.
Niederlande/Deutschland 2006,
145 Minuten

Ab 24. Mai:
El Custodio
Das mehrfach prämierte Porträt eines Leibwächters, der sich als Gefangener in seinem eigenen Leben fühlt, kommt jetzt in spanischer Sprache mit deutschen Untertiteln in unsere Kinos. Rubén hat die Aufgabe, dem Minister für Planung auf Schritt und Tritt zu folgen und ihn zu beschützen – er selbst muss dabei völlig unsichtbar bleiben. Weil es auch in seinem Privatleben nicht anders zugeht und er lediglich ein Beobachter der Dinge bleibt, wird der Druck für ihn schließlich unerträglich. Mit einer „Explosion“ bahnt er sich den Weg in die Freiheit.
Argentinien/Frankreich/Deutschland/Uruguay 2005, 95 Minuten

Dokumentation
Ab 10. Mai:
How to cook your life
Nachdem in den letzten Monaten verschiedene Dokumentarfilme Fast-Food-Boom und Globalisierung unserer Nahrungskette aufs Korn nahmen, nähert sich Doris Dörrie dem Thema nun von der positiven Seite: Sie begleitet den Zen-Meister Edward Espe Brown, der Kochen als Fest der Sinne und Erfahrung von Gemeinschaft und Kultur zelebriert. Für den kalifornischen Buddhisten und Autor von Bestsellern wie „The Tassajara Recipe Book“ sind es die kleinen Dinge des Lebens, die zählen.
Deutschland 2006, 85 Minuten



Foto: absolut Medien
Foto: absolut Medien
DVD-Tipp

Cees Noteboom im Porträt
Anlässlich seines 70. Geburtstags und des Erscheinens der deutschen Gesamtausgabe seines Werks entstand ein fesselndes Bild des niederländischen Schriftstellers, Poeten und Essayisten. Reisen und Begegnungen, seine Spaziergänge durch Lissabon, Paris, Berlin oder Budapest, aber auch die Arbeit am Schreibtisch und die Gespräche mit Freunden animieren selbst diejenigen, die seine Bücher nicht
kennen, zum Lesen – was könnte eine filmische
Dokumentation mehr leisten.

Hotel Nooteboom, 96 Minuten, Sprache: Deutsch, absolut Medien, www.absolutmedien.de, Best.-Nr.: 832, 17,90 Euro
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