szmtag Tarifvertrag: Oberarztvertretung
ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2007Tarifvertrag: Oberarztvertretung
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Wir sind in Mainz den Weg gegangen, aus dem Kreis der Kolleginnen und Kollegen, die bisher in Oberarztfunktion tätig waren, eine Oberarztvertretung zu wählen. Ziel dieser Oberarztvertretung, die gleichwohl keine institutionelle Verankerung hat, ist die Wahrnehmung der Interessen der Kolleginnen und Kollegen, die maßgeblich an der hohen Qualität der Krankenversorgung, Forschung und Lehre, Studentenausbildung und Weiterbildung der ärztlichen Mitarbeiter beteiligt sind, gegenüber Klinikvorstand und Klinikausschuss. Grund für den Zusammenschluss war natürlich letztlich die Umsetzung des neuen Tarifvertrags, wenngleich auch schon ein derartiges Zusammengehen der oberärztlich tätigen Kolleginnen und Kollegen längst überfällig war. Vor dem Hintergrund des jetzigen Tarifvertrags ist – auch unter dem Aspekt eines enormen, auf den Krankenhäusern lastenden Kostendrucks – nicht verständlich, warum langjährig in Oberarztfunktion tätige Kollegen eine nicht adäquate Einstufung erhalten sollen. Dass diese Kollegen als reine „Nennoberärzte“ nach außen hin das Logo „Oberarzt“ behalten dürfen ist zynisch. Es entspricht analog dem Bild, dass leitende Ärzte halbe Stellen an Assistenten vergeben haben, aber natürlich erwarteten, dass diese Kollegen zu 100 Prozent und mehr arbeiten. Ich kann nur allen betroffenen Kolleginnen und Kollegen raten, in ihren Kliniken entsprechende Oberarztvertretungen zu bilden und diese zu seriösen Gesprächspartnern der Klinikumsleitung zu etablieren. Transparenz und Einbindung in spezifische Entscheidungen ist nur durch die eigenständige Wahrnehmung von Interessen vor Ort möglich; der Marburger Bund kann hier allenfalls ergänzend wirken.
Prof. Dr. med. Ulrich Hake, Am Damsberg 6,
55130 Mainz
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