ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2007Heimbeatmung: Zustimmung
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS
Ich kann Herrn Kollegen Fiehn nur beipflichten, wenn er in seinem Artikel zum Thema Heimbeatmung positiv Stellung nimmt. Die Home Mechanical Ventilation (HMV) stellt in den dargestellten Indikationen sicher einen Gewinn für die Patienten dar. Neuromuskuläre Erkrankungen oder neurologische Grundkrankheiten waren von jeher eine sinnvolle Beatmungsindikation. Wir stellen in unserem Haus ebenfalls steigende Behandlungs- und Indikationszahlen zur HMV fest. Allerdings nicht nur in den klassischen Indikationsbereichen, sondern vielmehr in den Grenzbereichen der Patienten, die nach einer akuten Erkrankung nicht mehr vom Respirator entwöhnt werden können. Das ist in einer Intensivstation mit dem Schwerpunkt „Akutgeriatrie“ auch nicht weiter verwunderlich, denn die demografische Entwicklung sorgt für immer mehr Patienten mit chronischen Grundleiden im Rahmen der Multimorbidität und macht somit Prognoseeinschätzungen, anders als bei den neurologischen Erkrankungen, wesentlich schwieriger. Diese Patienten in innovative Versorgungsformen im Rahmen der Heimbeatmung einzubinden, stellt sich ungleich schwieriger dar. Viele der Senioren- und Pflegeheime sind auf diese Therapieformen nicht eingerichtet oder vorbereitet, professionelle Pflegedienste oder gar Selbsthilfegruppen zu finden, ist nicht einfach. Auch im Umgang mit den Kostenträgern zeigen sich immer wieder Probleme im Verständnis der Behandlungsindikation, da nahezu alle unsere Patienten die klassischen Kriterien der Heimbeatmung aufgrund einer neurologischen Erkrankung nicht erfüllen. Nachdem wir uns mit einem ortsansässigen Anbieter auf dem Gebiet der Heimbeatmung (WKM) organisatorisch zusammengeschlossen haben und über alle Widerstände hinweg ein kooperatives Konzept entwickeln konnten, gestaltet sich die Versorgung unserer Patienten mit Heimbeatmungsgeräten und Versorgungsplätzen zur Langzeitbeatmung deutlich einfacher . . .
Dr. Hans Jürgen Heppner, Klinikum Nürnberg,
2. Medizinische Klinik, FAU Erlangen-Nürnberg,
Prof.-Ernst-Nathan-Straße 1, 90419 Nürnberg
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige