ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2007Weniger Leberzirrhose bei Kaffeetrinkern

MEDIZIN: Referiert

Weniger Leberzirrhose bei Kaffeetrinkern

Dtsch Arztebl 2007; 104(18): A-1244 / B-1108 / C-1060

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LNSLNS Kaffee schützt möglicherweise vor der Entwicklung einer Alkoholzirrhose, fanden Forscher des Kaiser Permanente Medical Care Programms heraus. Die prospektive Beobachtungsstudie basiert auf den Daten von 125 000 Versicherten, die zum Zeitpunkt der Erstuntersuchung zwischen 1978 und 1985 nicht an einer Lebererkrankung litten. Bis 2001 diagnostizierten die Forscher bei 330 Probanden eine Leberzirrhose. Für die Auswertung wurden aber nur Daten von 199 Personen berücksichtigt.
Im Vergleich zu Personen, die keinen Kaffee tranken, lag das Risiko, eine Leberzirrhose zu entwickeln, beim Konsum von 1 Tasse bei einem „odds ratio“ von 0,7, bei 1 bis 3 Tassen pro Tag ein „odds ratio“ von 0,6 und bei 4 und mehr Tassen von 0,4. Auch bezüglich der Transaminasenaktivität fand man, in erster Linie bei alkoholischer Leberzirrhose, signifikante Unterschiede: Aspartat-Aminotransferase und Alanin-Aminotransferase waren bei Kaffeetrinkern signifikant niedriger als bei Nichtkaffeetrinkern, zum Beispiel bei Konsum von 4 und mehr Tassen pro Tag waren die Transaminasen nur halb so häufig erhöht. w

Klatsky AL et al.: Coffee, cirrhosis and transaminase enzymes. Arch Intern Med 2006; 166: 1190–5.
E-Mail: arthur.klatsky @ kp.org

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