ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2007Eradikation und Tilgung von Seuchen: Sind Impfungen wirksam?

MEDIZIN: Diskussion

Eradikation und Tilgung von Seuchen: Sind Impfungen wirksam?

Dtsch Arztebl 2007; 104(18): A-1248 / B-1112 / C-1064

Teeuwen, Jeannette

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LNSLNS In dem informativen Beitrag werden Schutzimpfungen als wirksam beschrieben und als Beispiel die erfolgreiche Eradikation der Pocken angeführt. Mehrere impfkritische Kollegen haben mich mit „Gegenbeweisen“ verunsichert.
Laut dem ehemaligen Delegierten der Welt­gesund­heits­organi­sation, R. Henderson, gelang der Durchbruch der von der WHO organisierten Pockenbekämpfung ab 1970 erst durch folgende Maßnahmen: Pockenkranke wurden in Quarantäne gehalten, Kontaktpersonen in Kohorten isoliert, die Ausscheidungen desinfiziert, Ernährungsgrundlagen verbessert und Massenimpfungen gestoppt. Die Inkubationsimpfungen, die bereits Infizierte betraf, wurden als gefährlich eingestuft.
In einem im Jahr 1976 von dem britischen Ge­sund­heits­mi­nis­terium verfassten Bericht („prevention and health: everybody´s business“) steht: „Die Abnahme der Infektionskrankheiten war bereits in Gang, bevor gezielte Heil- und Vorbeugungsmethoden entdeckt wurden, und deshalb muss sie zu einem beträchtlichen Teil auf ungezielte Maßnahmen, wie die Beseitigung der Elendsquartiere, bessere Ernährung, verbesserte Körperhygiene, Wasserhygiene und auf prophylaktische Tätigkeit von Pflegepersonal zurückgeführt werden und nicht auf Impfungen“. Der Epidemiologe Prof. Thomas McKeown schreibt 1979: „Die heutige Verbesserung der Gesundheit begann und machte Fortschritte, ohne dass die Medizin mit Impfungen nennenswerte Beiträge geleistet hätte“.
Eine neue Metaanalyse fand keine Hinweise auf die Wirksamkeit oder die Sicherheit der Influenza-Impfung. Impfbegleitstoffe könnten eventuell Entwicklungsstörungen bei Kindern auslösen (1). Für Non-Hodgkin-Lymphome, Hirntumoren, Knochentumoren und Mesotheliome kann ein von 1955 bis 1963 nur in Polioimpfstoffen enthaltenes Virus verantwortlich sein (2). Dieser Erreger wurde eventuell auch nach 1963 weiter von Mensch zu Mensch übertragen. Ob die Viruskontamination beseitigt ist, wird angezweifelt (3).
Da ich meinen Patienten bisher Impfungen empfohlen habe und jetzt verunsichert bin, wäre eine Antwort zu der hier angesprochenen Problematik sehr hilfreich.

Dr. med. Jeannette Teeuwen
Im Sood 24
79730 Murg
dr.teeuwen@t-online.de

Interessenkonflikt
Die Autorin erklärt, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.
1.
Mutter J, Naumann J, Schneider R, Walach H, Haley B: Mercury and autism: Accelerating evidence? Neuro Endocrinol Lett 2005; 26: 431–7. MEDLINE
2.
Vilchez RA et al.: Simian Virus 40 in Human Cancers. Am J Med 2003; 114: 675–84. MEDLINE
3.
Kops SP: Oral polio vaccine and human cancer: a reassessment of SV40 as a contaminant based upon legal documents. Anticancer Research 2000; 20: 4745–50. MEDLINE
1. Mutter J, Naumann J, Schneider R, Walach H, Haley B: Mercury and autism: Accelerating evidence? Neuro Endocrinol Lett 2005; 26: 431–7. MEDLINE
2. Vilchez RA et al.: Simian Virus 40 in Human Cancers. Am J Med 2003; 114: 675–84. MEDLINE
3. Kops SP: Oral polio vaccine and human cancer: a reassessment of SV40 as a contaminant based upon legal documents. Anticancer Research 2000; 20: 4745–50. MEDLINE

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