ArchivDeutsches Ärzteblatt18/2007Interaktionen bei Alkoholkonsum: Stufenplanverfahren für Oxycodon-Generika angeordnet

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Interaktionen bei Alkoholkonsum: Stufenplanverfahren für Oxycodon-Generika angeordnet

Dtsch Arztebl 2007; 104(18): A-1256

EB

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LNSLNS Das bekannte Problem der Opioid-Einnahme bei gleichzeitigem Alkohol-Konsum hat eine neue Relevanz bekommen: Für Oxycodon-Generika besteht aufgrund der Retardierungstechnologie ein erhöhtes Risiko, dass diese Präparate in Verbindung mit Alkohol bereits vorzeitig (statt retardiert) in unerwünschter Weise und Menge freigesetzt werden. In einer ersten Reaktion ordnete das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ein Stufenplanverfahren für alle Oxycodon-Generika an: Packungsbeilagen und Fachinformationen der Generika müssen um einen Warnhinweis ergänzt werden.
Nicht betroffen ist das Oxycodon-Originalpräparat Oxygesic® (Mundipharma): In speziellen Untersuchungen konnte für Oxygesic kein Gefährdungspotenzial für Patienten festgestellt werden. Entsprechende Informationen müssen in die Fach- und Gebrauchsinformation aller Generika aufgenommen werden. In der Konsequenz werden die verschreibenden Ärzte/Ärztinnen stärker in die Pflicht genommen, Patienten auch über mögliche Wechselwirkungen der Oxycodon-Generika mit Alkohol wie Somnolenz und Atemdepression aufzuklären. Für Arzt und Patient wirft die aktuelle Problematik zusätzliche Fragen und Bedenken bei der Wahl des richtigen Analgetikums auf.
Bereits vor Jahren wurde das Originalprodukt Oxygesic auf das Risiko unerwünschter Wechselwirkungen mit Alkohol untersucht. Es konnte kein verändertes Freisetzungsverhalten festgestellt werden. Das Sicherheitsprofil des Originalpräparates gibt Arzt und Patient die notwendige Sicherheit für eine optimale Therapie und gewährleistet die Compliance. EB
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