ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/2007Ausbildungsinstitute: Zu wenig Nachwuchs

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Ausbildungsinstitute: Zu wenig Nachwuchs

PP 6, Ausgabe Mai 2007, Seite 197

Bühring, Petra

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LNSLNS Die Psychotherapeutenkammer Bayern hat eine Umfrage an den 24 staatlich anerkannten Ausbildungsinstituten für psychotherapeutische Berufe im Freistaat durchgeführt. Die Kapazität der Institute beläuft sich nach eigenen Angaben auf 300 Plätze für Kandidaten zum Psychologischen Psychotherapeuten (PP) pro Jahr und auf 135 für die Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (KJP). 125 Kandidaten beginnen im Durchschnitt seit dem Psychotherapeutengesetz (PsychThG) 1999 die Ausbildung zum PP pro Jahr, was einer Auslastung von 40 Prozent entspricht. Die Ausbildung zum KJP beginnen 38 Kandidaten. Nach Inkrafttreten des PsychThG nimmt die Zahl der Kandidaten jährlich zwar wieder zu. Um die derzeitige Anzahl der PP in Bayern zu erhalten, müssten jedoch 250 Diplom-Psychologen die Ausbildung beginnen, das heißt doppelt so viele. „Die Situation ist nicht dramatisch, aber wir haben zu wenig Nachwuchs“, sagt Petra Kümmler, Referentin bei der PTK-Bayern, die die Umfrage durchgeführt hat.
Um dem Problem zu begegnen, will die Kammer in die Universitäten gehen und für den Beruf werben. Auch müsse sichergestellt werden, sagte Kümmler, dass die 400 Psychologie-Studienplätze, die es in Bayern gibt, Master-Studiengänge werden. Dieser Abschluss ist verpflichtend für die Ausbildung zum PP.
Weitere Ergebnisse: 77 Prozent der Ausbildungsteilnehmer im Erwachsenenbereich sind Frauen, das Durchschnittsalter liegt bei 35 Jahren. Noch höher ist der Frauenanteil bei den KJP: 82 Prozent bei einem durchschnittlichen Alter von 33 Jahren.
Bundesweit ist dies die erste Umfrage dieser Art. Kümmler bereitet gerade eine weitere für die Psychotherapeutenkammer Schleswig-Holstein vor. PB

Die Umfrage im Internet: http://ptk-bayern.info/startseite/stellungnahmen/17_04_2007_PTK-Bericht-5_Nachwuchsumfrage.pdf
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