VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 1997; 94(11): A-689 / B-563 / C-529

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LNSLNS Prof. Dr. med. Klaus V. Hinrichsen, seit 1970 Inhaber eines Lehrstuhls für Anatomie an der Ruhr-
Universität Bochum, starb am 14. Januar im Alter von 69 Jahren.
Klaus Volquardt Hinrichsen, in Süderbrarup, Schleswig-Holstein geboren, begann seine berufliche und wissenschaftliche Karriere unter Prof. Dr. med. Erich Blechschmidt als Assistenzarzt an der Chirurgischen Universitätsklinik und am Anatomischen Institut der Universität Göttingen, wo er sich 1959 für das Fach Anatomie habilitierte. Ab 1961 wirkte er als Oberassistent; 1965 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Im selben Jahr folgte er einem Ruf auf den Lehrstuhl für Anatomie an der Universität Tübingen, wo er zunächst außerordentlicher, ab 1969 ordentlicher Professor war. 1970 wechselte er an die Ruhr-Universität Bochum, wo er von 1974 bis 1976 und von 1989 bis 1991 Dekan der Medizinischen Fakultät war. Auf Hinrichsen gehen wesentliche Initiativen zum "Bochumer Modell" zurück, ein praxisorientiertes Konzept zur Reform der Medizinerausbildung.


Dr. med. Peter Sachse, praktischer Arzt in St. Hubert bei Kempen/Niederrhein, von 1960 bis Anfang 1969 Erster Vorsitzender des Berufsverbandes der Praktischen Ärzte Deutschlands e.V. (BPA), heute: Berufsverband der Allgemeinärzte Deutschlands e.V. (BDA), Mitgründer des BPA im Dezember 1990, starb am 5. Januar im 88. Lebensjahr.


Dr. med. dent. Hans-Walter Schmitz, Zahnarzt in Bergisch Gladbach, ehemaliges Mitglied des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Nordrhein und ehemaliger Leiter der Verwaltungsstelle Köln, von 1988 bis Ende 1996 Mitglied des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft Berufsständischer Versorgungseinrichtungen e.V. (ABV), Köln, zuletzt (seit 1994) stellvertretender ABV-Vorsitzender, starb am 19. Januar im Alter von 65 Jahren.


Prof. Dr. med. Dr. med. h. c. mult. Ernst Friedrich Pfeiffer, ehemaliger Ärztlicher Direktor der Abteilung Innere Medizin I der Universität Ulm, ehemaliger Vizepräsident der Internationalen Diabetes-Föderation, starb am 23. Januar im 75. Lebensjahr.
Prof. Pfeiffer, emeritierter Direktor der Medizinischen Klinik der Universität Ulm und ehemaliger Ordinarius für Innere Medizin, Gründungsprofessor und Ehrenbürger der Universität Ulm, hat sich große Verdienste um die Grundlagen- und angewandte Forschung auf dem Gebiet der Diabetologie erworben. Er erhielt 1985 die Claude-Bernard-Medaille der Europäischen Diabetes-Gesellschaft. Er war Träger des Verdienstkreuzes Erster Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.


Prof. MUDr. Dr. h. c. mult. (Gießen und Prag) Josef S`´vejcar, Dr. Sc., F.A.A.P- (hon.), Mitglied der Akademie der Naturforscher Leopoldina, em. Vorstand der Kinderklinik der Karls-Universität in Prag, starb am 30. Januar weniger als vier Monate vor seinem 100. Geburtstag.


Prof. Dr. med. Walter Seitz, von 1947 bis 1973 Direktor der Medizinischen Poliklinik der Universität München, starb am 10. Februar im Alter von 91 Jahren. Prof. Seitz war ärztlich, medizinisch-wissenschaftlich und politisch engagiert. So war er von 1950 bis 1954 Landtagsabgeordneter der SPD im Bayerischen Parlament. Er gehörte auch dem Bayerischen Landesgesundheitsrat an. Er war der erste deutsche Lehrstuhlinhaber, der die Psychosomatik in die Innere Medizin einführte. 1941 ist er zum Oberarzt am Augusta-Hospital in Berlin und zum Leiter der Röntgenabteilung ernannt worden. 1947 folgte er einem Ruf nach München auf den Poliklinischen Lehrstuhl. Zugleich wurde er zum Direktor der Medizinischen Poliklinik in der Pettenkoferstraße zu München ernannt. EB

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