ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/2007Zwangsstörung: Phänomenologie und Komorbidität

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Zwangsstörung: Phänomenologie und Komorbidität

PP 6, Ausgabe Mai 2007, Seite 224

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LNSLNS Wissenschaftler verschiedener deutscher Forschungseinrichtungen für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie haben sich mit der Phänomenologie und Komorbidität von Zwangsstörungen im Kindes- und Jugendalter befasst. An der Studie nahmen 55 kinder- und jugendpsychiatrische Patienten teil, die überwiegend stationär behandelt wurden. Das mittlere Alter bei Beginn der Zwangsstörung lag bei 11,3 Jahren. Die Jungen waren im Durchschnitt bei Störungsbeginn etwa ein knappes Jahr jünger als die Mädchen, was statistisch jedoch nicht signifikant war. Mit einem Anteil der Jungen von 53 Prozent war das Geschlechterverhältnis in etwa ausgeglichen. Zwischen 40 und 72 Prozent der Patienten litten gleichzeitig unter Zwangsgedanken und -handlungen. „Die Zwangshandlungen bezogen sich vorwiegend auf Waschen und Sauberkeit, Kontrollieren sowie Wiederholen, Ordnen und Zählen“, berichten die Wissenschaftler. Die Zwangsgedanken beinhalteten vor allem Befürchtungen vor Verunreinigung, verbotene aggressive oder sexuelle Inhalte und die Erwartung schlimmer Ereignisse. Am häufigsten ergab sich eine Komorbidität mit Angststörungen, affektiven und hyperkinetischen Störungen sowie Störungen des Sozial- und Essverhaltens. Der Schweregrad der Symptomatik war insgesamt mäßig ausgeprägt. ms

Jans T, Wewetzer C, Klampfl K, Schulz E, Herpertz-Dahlmann B, Remschmidt H, Warnke A: Phänomenologie und Komorbidität der Zwangsstörung bei Kindern und Jugendlichen. Zeitschrift für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie 2007; 35 (1): 41–50.
Prof. Dr. Andreas Warnke, Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Füchsleinstraße 15, 97080 Würzburg
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