ArchivDeutsches Ärzteblatt PP5/2007KBV: Häufig kontraproduktiv
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LNSLNS Was mich so erschüttert, ist, dass mehr als 70 Prozent der Kassenärzte zufrieden oder sehr zufrieden mit dem KV-System sind, die Aufgaben und Leistungen dieser Organisation für uns Ärzte wohl kennen, aber nicht begreifen (wollen), dass die KV auch Exekutivorgan des Staates und der Kassen ist. Diese „Janusköpfigkeit“ – so Dr. Köhler – in der Ausübung der Aufgaben kann zwangsläufig nicht gut sein und muss zu krassen Widersprüchen führen, da fast immer eine Seite gegen die andere arbeitet und umgekehrt. Wenn die KVen sich entschließen würden, den Staatsauftrag zu kündigen und als echte Kassenarzt-Gewerkschaften nur unsere Interessen zu vertreten, wirksames Streikrecht und dessen Durchführung durchsetzen würden, könnte man über die Daseinsberechtigung der KVen engagiert diskutieren. Ich fürchte aber sehr, dass sich auch in Zukunft nichts, aber auch gar nichts ändern wird und die KVen, wie schon gesagt, das bleiben, was sie sind: häufig kontraproduktiv und schwach, häufig barbarische Methoden anwendend, wie Wirtschaftlichkeitsprüfungen, Plausibilitäts-, Kürzungs-, und Regressverfahren, die schon zahlreiche Kassenärzte ins finanzielle und persönliche Unglück gestürzt haben . . .
Dr. med. Dieter Simon, Burloer Weg 101,
46397 Bocholt
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