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ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2007Psychosoziale Onkologie: Förderschwerpunkt der Deutschen Krebshilfe

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Psychosoziale Onkologie: Förderschwerpunkt der Deutschen Krebshilfe

Bühring, Petra

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Foto: mauritius images
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Der Bedarf an psychoonkologischer und psychosozialer Betreuung von Krebspatienten sei in Deutschland längst nicht gedeckt, und auch in der Forschung bestehe Nachholbedarf, urteilt die Deutsche Krebshilfe. Nur an Tumorzentren gilt die Versorgung als ausreichend. Die Selbsthilfeorganisation hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, die psychosozialen Versorgungsstrukturen in der Krebsmedizin zu verbessern und schrieb 2006 den Förderschwerpunkt „Psychosoziale Onkologie“ aus. 14 praxisrelevante Projekte wurden nun ausgewählt und bei einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt. In einer ersten Förderstufe werden die Projekte mit vier Millionen Euro aus Spendengeldern gefördert. Weitere Förderstufen seien vorgesehen, berichtet Geschäftsführer Gerd Nettekoven.
Drei der 14 Projekte beschäftigen sich beispielsweise mit der Verbesserung der kommunikativen Kompetenz von onkologisch tätigen Ärzten mit Krebspatienten und deren Angehörigen. „In der Schweiz müssen Onkologen an einer dreitägigen Fortbildung in Gesprächsführung mit Betroffenen und Angehörigen teilnehmen“, berichtet Prof. Dr. Christoph Hürny, St. Gallen, Leiter der Gutachterkommission des Förderschwerpunkts. Eine multizentrisch-epidemiologische Studie untersucht die Prävalenz psychischer Störungen und Belastungen bei Tumorpatienten und versucht den bundesweiten Behandlungsbedarf abzuschätzen. Ein weiteres Projekt untersucht die Funktion des Entlassbriefes an den niedergelassenen Arzt: Dieser sollte um das psychosoziale Befinden des Patienten ergänzt werden, damit – wenn nötig und gewollt – psychosoziale Betreuung in der ambulanten Krebsnachsorge ohne Unterbrechung wahrgenommen werden könne. PB
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