ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2007Weiterbildung: Begrüßenswert
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„Es ist eine Charaktertugend, Fehler zu erkennen, einzusehen und an ihrer Veränderung weiterzuarbeiten.“ In diesem Sinne ist der Vorschlag der Bundes­ärzte­kammer, den Allgemein-lnternisten wiederauferstehen zu lassen, außerordentlich zu begrüßen, da für die langjährig tätigen Internisten der Beschluss des Deutschen Ärztetages von 2002 deletär war. Ebenfalls war er auch ausgesprochen ungünstig für kleinere Krankenhäuser und die hausärztliche Versorgung, wie sich mit Zeitverschiebung nun erst fünf Jahre später deutlich herausstellt. Für die Arbeitgeber ist, wie Sie mit Recht bemerken, gerade der weitergebildete Generalist attraktiv, um auch künftig sowohl auf Chef-, Oberarzt-, aber auch auf Facharztniveau die Versorgung aufrechterhalten zu können. Schade ist, dass in der Vorlage die Gewinnung der hausärztlichen Kompetenz nicht berücksichtigt wird. Hier ist es vollkommen unsinnig, einen alten Lobbykampf zwischen Hausärzten und Internisten wieder aufleben zu lassen, da die Praxis der letzten Jahre gezeigt hat, dass in vielen Bereichen Deutschlands die hausärztliche Versorgung jetzt und auch künftig nicht mehr sicherzustellen ist. Die Entscheider täten gut daran, dies perspektivisch zu berücksichtigen und dem generellen Internisten die Möglichkeit einer internistisch-hausärztlichen Versorgung einzuräumen. Dies ist weitaus seriöser, als Hausärzten einen zusätzlichen Titel „Internist“ ohne Nachweis weiterer Qualifikation zu verleihen. Letztendlich geht es um die Versorgung der Patienten, und dies sollte auch in der neuen Debatte nicht vergessen werden.
Dr. med. Jan Peter Theurich, LWL-Klinik Gütersloh, Hermann-Simon-Straße 7, 33334 Gütersloh
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