ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2007Mobiltelefone: Warner ernst nehmen
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Aufgrund des großen Medienechos mit teilweise widersprüchlichen Schlussfolgerungen wird ein Zwischenfazit gezogen. Danach ist für eine Handynutzung von unter zehn Jahren von keiner Risikoerhöhung auszugehen. Langzeitnutzer sollen aber weiter beobachtet werden. Es ist zu hoffen, dass diese beruhigende Einschätzung Bestand hat. Andererseits müssen aber auch wichtig erscheinende gegenteilige Meinungen in die Beurteilung einbezogen werden. Zum Beispiel hat die Österreichische Ärztekammer die Handynutzer vor Langzeitfolgen gewarnt und die Empfehlung der Wiener Ärztekammer zu mehr Sorgfalt im Umgang mit mobilen Kommunikationsmitteln bekräftigt. Auch das DÄ hat darüber berichtet (Heft 38/2005). Es sollen sich für das Handy „auf sämtlichen naturwissenschaftlichen Nachweisebenen Schädigungen der Erbsubstanz bzw. ein erhöhtes Risiko für bestimmte Tumoren“ (Tumoren des Hörnervs und bösartige Gehirntumoren) ergeben haben. Dabei gehe es bei elektromagnetischen Feldern und Strahlen um die Dosis, die im Lauf der Jahre kumuliere. Kinder sollten Funktelefone deshalb grundsätzlich nicht verwenden. Auch vor schnurlosen Telefonen wird gewarnt und seitens der Österreichischen Ärztekammer zu Schnurtelefonen geraten. Ob da nicht die Warner vor Langzeitfolgen zu wenig beachtet werden?
Dr. med. Franz-Josef Beving,
August-Bebel-Straße 12, 48282 Emsdetten
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