ArchivDeutsches Ärzteblatt19/2007Calciumkanal- oder Alphablocker bei Nierenkolik

MEDIZIN: Referiert

Calciumkanal- oder Alphablocker bei Nierenkolik

Dtsch Arztebl 2007; 104(19): A-1319 / B-1172 / C-1123

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LNSLNS Eine Nierenkolik ist ein schmerzhaftes Ereignis; wenn es gelingt, die Steinpassage durch den Ureter medikamentös zu beschleunigen, kann man eventuell eine Operation vermeiden. In einer Metaanalyse werteten die Autoren alle bis 2005 erschienenen Publikationen aus, bei denen in randomisierten kontrollierten Studien Calciumantagonisten oder Alphablocker eingesetzt wurden. In neun ausgewerteten Studien mit 692 Patienten konnte durch die Gabe eines Calciumantagonisten oder Alphablockers eine spontane Steinpassage erzielt werden (RR = 1,65), das heißt, 65 % mehr Steine gingen infolge der medikamentösen Begleittherapie ab, als wenn man auf diese Medikamente verzichtete. Die genauen Werte betrugen für Alphablocker 1,54, für Calciumkanalblocker plus Steroide 1,90. Bei einer NNT (Number needed to treat) von 4 sollte deshalb bei jeder Nierenkolik ein medikamentöser Behandlungsversuch unternommen werden, um die spontane Steinpassage zu erleichtern. w
Hollingworth JM, MA Rogers, SR Kaufman et al.: Medical therapy to facilitate stone passage: a meta-analysis.Lancet 2006; 368: 1171–9.
Dr. J. M. Hollingworth, Department of Urology, Ann Arbor Veterans Affairs Health Services Research & Development Center of Excellence, Ann Arbor, MI, USA

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