ArchivDÄ-TitelSupplement: PRAXiSSUPPLEMENT: PRAXiS 2/2007PKV-Basistarif: Der Versuchung widerstehen

SUPPLEMENT: PRAXiS

PKV-Basistarif: Der Versuchung widerstehen

Dtsch Arztebl 2007; 104(19): [1]

Flintrop, Jens

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LNSLNS Ab dem 1. Januar 2009 müssen die privaten Kran­ken­ver­siche­rungen einen brancheneinheitlichen Basistarif anbieten, der dem GKV-Leistungskatalog entspricht. Für die Anbieter besteht Annahmezwang ohne Gesundheitsprüfung. Trotzdem darf die monatliche Prämie den GKV-Höchstbeitrag von derzeit 500 Euro nicht überbieten. Die Leistungen werden nach der GOÄ vergütet, sind aber auf den 1,8-fachen Gebührensatz beschränkt. So mancher Arzt könnte nun versucht sein, seinen freiwillig in der GKV versicherten Patienten den Wechsel in den neuen Basistarif zu empfehlen. Denn aus der Behandlung eines PKV-Basistarifversicherten lassen sich zwar weniger Einnahmen erzielen als aus der eines PKV-Normalversicherten, aber eben doch mehr als aus der Behandlung eines GKV-Versicherten – und das außerhalb des Budgets. Doch dieses Kalkül geht nur kurzfristig auf. Denn wenn eine große Zahl von freiwillig GKV-Versicherten in den Basistarif wechselt, dürften viele PKV-Bestandsversicherte dem Beispiel folgen, weil sie den systemfremden Basistarif subventionieren müssen. Dadurch verschwimmen aber die Grenzen zwischen GKV und PKV immer mehr, bis es irgendwann für die Politik ein Leichtes ist, die Einheitsversicherung einzuführen. Und dann entfällt die private Komponente in den Einnahmestrukturen der Arztpraxen komplett. Jens Flintrop
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