ArchivDeutsches Ärzteblatt12/1997Selbsttötungen: „Zahl der Woche“

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Selbsttötungen: „Zahl der Woche“

Maus, Josef

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LNSLNS An jedem Dienstag gibt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden die "Zahl der Woche" bekannt. Häufig sind es Kuriositäten, mitunter sogar Banalitäten. Daß beispielsweise die Einfuhr von Feuerwerkskörpern um fast 80 Prozent gestiegen ist oder drei Millionen Tonnen Sojabohnen in deutschen Häfen ausgeladen worden sind, mag den einen mehr, den anderen weniger interessieren. Dasselbe dürfte für die Nachricht zutreffen, daß deutlich weniger Touristen aus Skandinavien "in deutschen Beherbergungsstätten mit neun oder mehr Betten" genächtigt haben.
Am ersten Dienstag im Monat März dieses Jahres verschickten die Wiesbadener Datensammler indessen eine Meldung, die an dieser Stelle (unkommentiert) im Wortlaut zitiert werden soll.
"Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes starben im ersten Halbjahr 1996 in Deutschland insgesamt 6 164 Menschen (4 378 Männer und 1 786 Frauen) durch Selbsttötung. Dies sind 335 weniger als im ersten Halbjahr 1995, als 6 499 Personen freiwillig aus dem Leben schieden. Insgesamt starben im ersten Halbjahr 1996 rund 458 000 Personen, darunter 4 000 durch Verkehrsunfälle.
Im ersten Halbjahr 1996 war der Mai mit 1 138 Suizidfällen wie schon im Vorjahr mit 1 253 der Monat der höchsten Suizidrate. Entgegen landläufiger Meinung ereignen sich die meisten Selbsttötungen nicht in den Wintermonaten; beispielsweise nahmen sich im Januar 1996 insgesamt 887 Menschen das Leben, 251 weniger als im Mai 1996." Josef Maus
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