ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2007RABATTVERTRÄGE: Apotheker verweisen auf Alternativen

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RABATTVERTRÄGE: Apotheker verweisen auf Alternativen

Dtsch Arztebl 2007; 104(20): A-1345 / B-1201 / C-1145

Rieser, Sabine

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Foto: Fotolia/Muellek
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Nach Angaben der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) haben mittlerweile 193 von 242 Krankenkassen Rabattverträge abgeschlossen. Beteiligt sind 41 von 60 Generikaherstellern. Die Verträge umfassen rund 12 000 Medikamente (zum Teil Mehrfachzählung bei verschiedenen Packungsgrößen). ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf beklagte Anfang Mai in Berlin, dass die Umsetzung für die Apotheker einen erheblichen Mehraufwand bedeute.
Ein großes Problem sind die Lieferengpässe vieler Arzneimittelhersteller. Theoretisch dürfen Apotheker nur das Medikament abgeben, das im Rabattvertrag vorgesehen ist. Praktisch weichen sie mit Duldung der Krankenkassen derzeit noch auf preisgünstige Alternativen aus.
Vertreter der ABDA warben in Berlin deshalb für Zielpreisvereinbarungen: Der Apotheker kann im Einzelfall entscheiden, welches Präparat er im Rahmen der Aut-idem-Auswahl abgibt. Er ist aber gegenüber der Krankenkasse verpflichtet, im Durchschnitt einen vorab definierten Zielpreis einzuhalten.
Erstmals steht ein entsprechender dreiseitiger Vertrag zwischen den Krankenkassen, dem Landesapothekerverband und der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) in Rheinland-Pfalz kurz vor der Unterschrift. Er bezieht sich auf die sechs Wirkstoffgruppen und ihre Leitsubstanzen, die zwischen Krankenkassen und KBV festgelegt wurden. Ähnliche Verhandlungen führen derzeit die KV Schleswig-Holstein sowie die KV Nordrhein. „Durch weniger Bürokratie kann sich der Arzt auf die Behandlung konzentrieren“, betonte Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstandsvorsitzender der KV Rheinland-Pfalz, denn die Verordnungen nach definierten Tagesdosen entfielen. Gleichzeitig übernehme der Apotheker die wirtschaftliche Verantwortung, indem er preisgünstige Arzneimittel abgebe. Rie
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