ArchivDeutsches Ärzteblatt12/1997Entwicklungshilfe: Weitere Möglichkeiten

SPEKTRUM: Leserbriefe

Entwicklungshilfe: Weitere Möglichkeiten

Gschwender, Frank

Zu dem Beitrag "Südafrika sucht deutsche Ärzte" von Dr. med. Michael F. R. Popovic´ in Heft 6/1997
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LNSLNS Auf der in dem Beitrag einleitend genannten gutachterlichen Exkursion konnten auch wir uns von zwei Dingen überzeugen: Erstens von dem enormen Bedarf an ärztlicher Unterstützung in den medizinisch unterversorgten, vornehmlich nicht-weißen Gebieten Südafrikas. Zum zweiten von der mit großem Elan und Nachdruck durchgeführten Reform des Gesundheitswesens. Diese hat zum Ziel, die strukturellen Probleme, die dem eklatanten Ungleichgewicht der medizinischen Versorgung in Südafrika zugrunde liegen, zu beheben. Dies ist für uns wichtig, da das zeitlich begrenzte Programm "Ärzte für Südafrika" nur als Überbrückungshilfe entwicklungspolitisch nachhaltig und sinnvoll ist.
Wir stehen vor der Aufgabe, in 1997 insgesamt 50 Ärzte nach Südafrika zu vermitteln. Nicht zuletzt dank der fachlichen Unterstützung durch die Hessische Lan­des­ärz­te­kam­mer und die Bundes­ärzte­kammer ist dieses Programm nun gut angelaufen. Nachdem in 1996 mit der zwischen CIM und dem südafrikanischen Ge­sund­heits­mi­nis­terium abgeschlossenen Vereinbarung der Grundstein für dieses Programm gelegt wurde, konnten noch im selben Jahr drei Ärzte ihre Tätigkeit in der Northern Province aufnehmen. Im Januar 1997 erfolgte die zweite Ärzteauswahl durch Vertreter der südafrikanischen Ärztekammer mit dem Ergebnis, daß 17 Ärzte fachlich akzeptiert wurden und ihre ärztliche Zulassung für Südafrika erhielten. Nun steht die Anwerbung weiterer 30 bis 35 Ärzte an.
Als Reaktion auf den Beitrag erreichte uns eine große Zahl von Anfragen interessierter Ärzte. Erwartungsgemäß konnten nicht alle eingehenden Anfragen berücksichtigt werden. Ein Teil der Interessenten entsprach entweder nicht dem fachlichen Anforderungsprofil oder aber lag über der Altersgrenze von 35 Jahren. Zum Teil konnten wir diese Ärzte aber auf Stellen hinweisen, die über CIM in anderen Ländern Afrikas wie Malawi, Uganda oder Mosambik zu besetzen sind. So besteht für interessierte Ärzte nach wie vor die Möglichkeit, sich für das Programm "Ärzte für Südafrika" zu bewerben und in Südafrika zwei bis drei Jahre eine interessante, herausfordernde und lohnenswerte Aufgabe wahrzunehmen.
Frank Gschwender, Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM), Barckhausstraße 16, 60325 Frankfurt
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