ArchivDeutsches Ärzteblatt20/2007Wartezeiten: Wirtschaftlichkeit sichern
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. . . Ich gehöre zu der kleinen Gruppe der Rheumatologen, bei denen Patienten leider aufgrund unserer geringen Zahl und der zeitaufwendigen Untersuchungen lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen. Meine Praxis treibt einen hohen Aufwand, um Patienten nach medizinischer Dringlichkeit (Telefon oder Faxformulare vom überweisenden Kollegen) zu terminieren. Dennoch ist die sehr arbeitsaufwendige Tätigkeit unwirtschaftlich, da sie z. B. im Quartal 03/06 nur mit 58 Prozent der abgerechneten Leistungsmenge vergütet wurde. Leider wollen z. B. mein Vermieter und mein Personal aber 100 Prozent ihrer Forderungen oder ihres Gehalts ausgezahlt bekommen. Wirtschaftlich sinnvoll wäre es jetzt für mich, weniger zu arbeiten und die Arbeitszeit meines Personals zu reduzieren, um wenigstens nicht noch zusätzliche Kosten zu verursachen. Wenn ich dies nicht tue – was anhand der Kassenabrechung jederzeit belegbar ist –, sollte mir doch wenigstens die Möglichkeit bleiben, zusätzlich Privatpatienten auch vorgezogen zu behandeln, um die Wirtschaftlichkeit meiner Praxis zu sichern. Da die Menge der Privatpatienten begrenzt ist (circa zehn Prozent), können diese gar nicht in nennenswertem Umfang Kassenpatienten Termine wegnehmen. Es ist traurig, dass Frau Rieser unreflektiert die Argumentation von Politik und Krankenkassen übernimmt. Die wirkliche Ursache für die Problematik liegt in der unzureichenden Finanzierung der ambulanten Versorgung . . .
Monika Antons, Zollstockgürtel 11, 50969 Köln
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